Schneisingen
Die Abfallgebühren sorgen an Sommergmeind für Diskussionen – nicht aber das Fusionsprojekt

Das Schneisinger Stimmvolk hat an der Einwohnergemeinde alle Traktanden angenommen, teilweise mit Änderungen. Der Gemeinderat informierte am Schluss auch über das Vorhaben, mit den umliegenden Gemeinden Gespräche für einen möglichen Zusammenschluss aufnehmen zu wollen.

Stefanie Garcia Lainez
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2006 lehnte das Schneisinger Stimmvolk eine Fusion mit Siglistorf ab. Das neue Zusammenschlussprojekt hingegen hat bis jetzt noch kaum Reaktionen ausgelöst.

2006 lehnte das Schneisinger Stimmvolk eine Fusion mit Siglistorf ab. Das neue Zusammenschlussprojekt hingegen hat bis jetzt noch kaum Reaktionen ausgelöst.

Sandra Ardizzone

Kürzlich verkündete der Schneisinger Gemeinderat, einen Zusammenschluss mit einer oder mehreren umliegenden Gemeinden prüfen zu wollen. An der Sommergmeind hat der Gemeinderat die 56 anwesenden, stimmberechtigten Schneisingerinnen und Schneisinger (von insgesamt 1106) über die Pläne informiert. Das Projekt wurde zur Kenntnis genommen. Für Gesprächsstoff sorgte aber ein anderes Thema.

Unter «Verschiedenes» brachten Votanten das Thema Abfall zur Sprache. Einer kritisierte die seiner Ansicht nach zu hohen Abfallgebühren. Ein anderer fand, dass es für das Sperrgut wieder wie früher eine Hausabfuhr geben solle statt der Abgabe auf dem Recyclingplatz im Dorf. Sein Überweisungsantrag wurde mit 20 Nein- gegenüber 18 Ja-Stimmen knapp abgelehnt.

Die offiziellen Traktanden nahm das Stimmvolk alle mit grossem Mehr und fast immer ohne Gegenstimme an: Rechenschaftsbericht und Bilanz sowie Erfolgsrechnung 2020, Kreditabrechnung Schutzzonenmassnahmen Rütihof, Kauf Forsthaus Bowald und Waldhütte Schüliberg von der Ortsbürgergemeinde sowie Verkauf Waldparzelle Steigrüebli an die Ortsbürgergemeinde.

Zwei Änderungen bei der Friedhofumgestaltung

Auch der Friedhofumgestaltung mit dem Ausführungskredit von 91'000 Franken und der Revision des Friedhof- sowie Bestattungsreglements stimmte die Gmeind zu. Bei Letzterem kam es aber zu zwei Änderungsanträgen, die beide angenommen wurde. Neu werden die Kindergräber nicht mehr separat geführt, sondern zusammen mit jenen der Erwachsenen. Aus dem Reglement jedoch wieder rausgestrichen wurde die Festlegung des Bestattungsablaufes, der neu Bestandteil gewesen wäre.