Endingen
Scheunen-Charme, Steff la Cheffe und satter Sound auf dem Bauernhof

Mehr als 1200 Besucher genossen das charmante Ambiente am 8. «Buurli Open» in Endingen. Auch der Berner Rap-Queen Steff la Cheffe gefielt die Atmosphäre auf dem schön gelegenen Bauernhof von Johann Keller.

Samuel Schumacher
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Lokale Nachwuchsacts und nationale Top-Stars am 8. Buurli Open in Endingen
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'Üs gfauts bi üch im Dorf', schrie die begeisterte Steff la Cheffe dem feiernden Publikum zu
Die Berner Überfliegerin Steff la Cheffe, beobachtet durch die offene Seitenwand der Buurli Open-Scheune
Rund 1200 Gäste genossen das charmante Ambiente am 8. Buurli Open in Endingen
Die Chemie stimmte perfekt zwischen den Surbtaler Rockern von Chemistry Class und den Buurli Open-Besuchern
Die beiden Perkussionsartisten von Specdrum verzichteten auf teures Equipment und machten sich selbst zu wummernden Klangkörpern

Lokale Nachwuchsacts und nationale Top-Stars am 8. Buurli Open in Endingen

Als Organisationsteam muss man sich schon einiges einfallen lassen, um einen Stammplatz im dicht besetzten Aargauer Open-Air-Kalender zu ergattern. Fast jedes Wochenende findet irgendwo im Kanton ein kleines, feines Festival mit toller Musik in idyllischem Ambiente statt.

Ohne monatelange Organisation, hartnäckige Sponsorensuche und freiwillige Helferarmeen ginge das nicht. Für die Organisatoren des achten «Buurli Open»-Festivals, das am Freitag und Samstag in Endingen über die bäuerlichen Bühnen ging, hat sich die intensive Vorarbeit definitiv gelohnt.

«Es ist uns gelungen, eine gemütliche und familiäre Atmosphäre zu schaffen. Die Stimmung war super, die Besucher und auch die Helfer schienen rundum begeistert vom 8. Buurli Open», sagte Sibylle Huwyler, die mit ihren Geschwistern Lea, Jolanda, Samuel und Cousin Tobias seit 2002 fast jährlich für das musikalische Surbtaler Highlight sorgt. Rund 1200 Besucher fanden am Wochenende den Weg zu der wunderschön gelegenen Scheune von Bauer Johann Keller, welche die «Buurli Open»-Organisatoren mit ihren rund 70 Helfern in einer intensiven «Uufstell-Woche» in ein kleines Wohlfühlparadies verwandelt haben.

Auf der grossen Open-Air-Bühne vor der Scheune gaben sich der rappende Endinger Jugendchor, die deutsche Indie-Band Lilabungalow, die Schweizer Rap-Queen Steff la Cheffe und die Reggae-Überflieger von Raggabund das Mikrofon in die Hand. Auf der kleinen Nebenbühne in der Scheune drin zeigten etwa die beiden Perkussionskünstler von Specdrum, die Surbtaler Rocker von Chemistry Class, TRD und Marcello Attie, was sie musikalisch draufhaben.

Was das «Buurli Open» nebst dem tollen musikalischen Programm und dem charmant-bäuerlichen Ambiente zu einem wahren Aargauer Festival Highlight macht, ist das kulinarische Angebot. Auf der Heubühne in der Scheune wurden selbstgemachte Paella, Pizza und Sandwiches serviert. Im schön dekorierten schwedischen Café gabs Cupcakes, Gugelhopf und Koffein. Vor dem Scheunentor wurden Crêpes gebraten und am Bartresen, der mit echten Grasmatten geschmückt war, wurde Bier gezapft und Popcorn verteilt. Alles selbstgemacht, versteht sich.

Das gemütliche Ambiente des kleinen Festival-Geländes hat es selbst der mittlerweile an deutlich grössere Bühnen gewöhnten Steff la Cheffe angetan. Nach einem etwas zögerlichen Start schrie die Berner Performerin während ihrem Radio-Hit «Ha ke Ahnig» plötzlich ganz gelöst ins Publikum: «Endinge, üs gfauts ächt bi üch im Dorf!» und heizte der feiernden Meute zusätzlich ein.

Das charmante Selfmade-Image gepaart mit einem spannende Mix aus lokalen Nachwuchsbands und nationalen Top-Acts wird dem «Buurli Open» auch in Zukunft Garant sein für einen Ehrenplatz im heiss umkämpften Aargauer Festivalsommer. Das haben die hart arbeitenden Organisatoren mehr als verdient.