Döttingen
SBB-Zug kollidierte mit Kugelgrill auf Bahngleis

In der Nähe des Bahnhofs Döttingen hat ein Personen-Zug der SBB einen Kugelgrill überfahren, der dort auf dem Gleis lag. Der Vorfall ereignete sich bereits im Februar und wurde untersucht. Nun steht das Ergebnis fest.

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Zug rammt Grill. (Symbolbild)

Zug rammt Grill. (Symbolbild)

Keystone

Der Domino-Pendelzug der SBB war am Samstag, 13. Februar, gegen 5 Uhr unterwegs von Brugg nach Koblenz, als er auf dem Bahnhofsgebiet von Döttingen einen auf dem Gleis liegenden Kugelgrill überfuhr. Passagiere waren zu diesem Zeitpunkt keine im Zug. Personen kamen nicht zu Schaden.

Kurz darauf wurde im Führerstand jedoch eine Störung wegen fehlendem Öldruck angezeigt, was zu einer Fahrsperre führte. Im Depot stellten die Mechaniker fest, dass der Zug im Bereich der Trafokühlung Öl verloren hatte. In Koblenz, wo der Zug zuvor mehrere Stunden abgestellt war, fanden sich denn auch Öl-Rückstände.

Ölverlust nicht aufgefallen

Wie die Untersuchung zeigte, hat sich beim Überfahren des Grills eine Metallstange in den Kühler gebohrt und dort ein Loch verursacht. Dadurch sei relativ viel Öl ausgetreten, wie der Untersuchungsbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) festhält. Weil es an jenem Tag aber stark regnete, war der Ölverlust nicht bemerkt worden. Auch auf dem Weg von Koblenz ins Depot nach Zürich war keine Verunreinigung der Gleise aufgefallen.

Durch eine örtliche Kontrolle des Triebwagens im Bereich des Trafos und der Trafokühlung hätte der Verlust wahrscheinlich festgestellt werden können, heisst es weiter. Unmittelbar eingeleitete Auffangmassnahmen hätten den Umweltschaden eventuell begrenzen können. Ein systemisches Sicherheitsdefizit wurde aber nicht festgestellt, so der Sust-Bericht. (cze/nch)