Waldshut
Rote Markierungen am Zoll sorgen bei Schweizer Einkaufstouristen für Ärger

Schweizer Einkaufstouristen stehen am Grenzübergang in Waldshut (D) den Velofahrern im Weg.

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Über dieses Parkverhalten ärgern sich die Radfahrer. zvg

Über dieses Parkverhalten ärgern sich die Radfahrer. zvg

Rote Markierungen weisen am Waldshuter Grenzübergang Radfahrern den Weg nach Koblenz. Das Problem: Auf den sogenannten Radschutzstreifen halten Autos beziehungsweise, sie parken. Die Automobilisten holen, ausgestattet mit grünen Zetteln, im angrenzenden Zollhaus den Stempel für die Erstattung der Mehrwertsteuer ab.

Obwohl die Stadt Waldshut beim Umbau des Zollknotens zusätzliche Parkplätze eingerichtet hat, bleibt die Situation angesichts des massenhaften Einkaufstourismus prekär. Schweizer Kunden stellen ihre Autos vielfach direkt vor der Rheinbrücke in der Haltebucht ab, die eigentlich für Lastwagen und Busse ausgewiesen ist (und neben der die Velo-Route verläuft).

Da der Schwerverkehr dank des Zollhofs praktisch keine Stellflächen mehr direkt am Grenzübergang benötigt, muss niemand mit einem Strafzettel rechnen. Es ist auch nicht verboten, mit dem Auto auf dem Radschutzstreifen zu stehen. Er gilt laut Auskunft aus dem städtischen Ordnungsamt nicht als Radweg, sondern zählt zur regulären Fahrbahn. Die rote Farbe soll lediglich der besseren Orientierung dienen.(dws)