Muri
Rettungskräfte blicken Kollegen über die Schulter

Wie es ist, wenn ein Journalist an der Weiterbildung des Rettungsdienstes des Kreisspitals für das Freiamt mit der Stützpunktfeuerwehr dabei ist.

Eddy Schambron
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Die Ankunft des Helikopters wird eifrig fotografiert.

Die Ankunft des Helikopters wird eifrig fotografiert.

Feuerwehrleute, Notarzt, Rettungssanitäter und Helikopterpilot arbeiten Hand in Hand, wenn es zu einem schweren Unfall kommt. Und doch sind ihre Aufgaben ganz unterschiedlicher Natur. In einer Weiterbildung beim Kreisspital für das Freiamt blickten sich die verschiedenen Einsatzkräfte in aller Ruhe über die Schultern. Organisiert worden ist sie von Daniel Kreis, beim Rettungsdienst des Spitals Muri zuständig für die Fortbildung, zusammen mit der Stützpunktfeuerwehr Muri+. Als Gäste waren das Team der Air Alpine Ambulance mit dem TCS-Helikopter und der Ambulanz Neeser, Wohlen, mit dabei. «Wenn man sich kennt, steigt die Qualität am Einsatzort», erklärt Sascha Salm einer der Hauptzwecke der Übung.

Andere Perspektive

Einmal als Rettungssanitäter selber das Schneidewerkzeug in den Händen halten, mit dem die Pioniere der Feuerwehr eingeklemmte Fahrzeuginsassen aus ihrer Lage befreien. Einmal selber erfahren, wie es ist, mit der Autodrehleiter gerettet zu werden. Und einmal genau in einen Rettungshelikopter hineinschauen. Die Weiterbildung machte, neben dem persönlichen Kontakt, genau dies möglich. «Im Ernstfalleinsatz hat man keine Zeit, sich darum zu kümmern, welche Herausforderungen und Schwierigkeiten andere Rettungspartner bewältigen müssen», sagt Salm. An der Weiterbildung zeigte das Team um Louis Frey, Chef Strassenrettung und Chef Pionier der Stützpunktfeuerwehr Muri+, was mit der Autodrehleiter möglich ist – und auch, was nicht. «Wenn Zufahrten eng sind oder Gebäude über 30 Meter hoch, sind wir mit dem grossen und schweren Gerät an der Grenze», machte Frey klar, der mit Josef Huwiler, Markus Fankhauser und Materialverwalter Hans Rudolf Ineichen angerückt war.

TCS-Helikopter gut ausgerüstet

Interessant war für die Rettungskräfte «am Boden» der Einblick in den TCS-Helikopter, der von Stephan Huber, stellvertretender Chefpilot, nach Muri geflogen wurde. Rettungssanitäter Stephan Stroh zeigte seinen Kolleginnen und Kollegen sowie den Feuerwehrleuten den engen Arbeitsplatz des Notarztes und des Sanitäters während eines Fluges und die Ausrüstung des Helikopters mit Reanimationssystem, Beatmungsgerät und Überwachungsmonitor. An Bord sind auch Sauerstoffflaschen, Kinder- und Traumtasche. Am Schluss der Weiterbildung trafen sich die Rettungskräfte zum kollegialen Bräteln, um sich besser kennenzulernen – damit sie ihre wichtige Arbeit im Ernstfall noch besser und effizienter leisten können.