Klingnau
Repol Zurzibiet: Mehr Einsätze der Polizei – wegen neuem Schichtbetrieb

Dank eines neuen Schichtmodells kann die Regionalpolizei Zurzibiet trotz dünner Personaldecke mehr Patrouillen stellen.

Louis Probst
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Repol Zurzibiet

Repol Zurzibiet

Aargauer Zeitung

Im letzten Jahr sind die Patrouillen der Repol Zurzibiet insgesamt 1631 Mal ausgerückt. Während die Einsätze bei häuslicher Gewalt zurückgingen, haben die Interventionen bei Ruhestörungen und Nachbarschaftsstreitigkeiten zugenommen. «Man stellt klar eine Zunahme der Maschendrahtzaun-Fälle fest», sagt Repol-Chef René Lippuner. Die Zahl der Ausrückungen stieg aber auch durch die Einführung des Zweischichten-Modells. Damit konnte aber die Präsenz der Repol – und damit das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung gesteigert werden.

Stark präsent ist die Repol Zurzibiet vor allem an sogenannten Hotspots – etwa Bahnhöfen oder Bushaltestellen. Stärker gefordert wurde sie durch die Verschärfung der Flüchtlingssituation. «Die Asylunterkunft in Rekingen, wo wir auch präventiv tätig sind, schenkt uns gewaltig ein», erklärte René Lippuner.

Durch die Verlagerung der Kräfte zugunsten der öffentlichen Sicherheit, insbesondere der Kriminalitätsbekämpfung, wurden mehr stehende Verkehrskontrollen durchgeführt. «Jede dieser Einsätze bietet die Chance, Kriminaltouristen zu ermitteln», betont der Repol-Chef. Während bei den Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeiten eine Abnahme um 9,3 Prozent zu verzeichnen war, stieg die Zahl der Anzeigen wegen Fahrens im angetrunkenem Zustand, für den Bereich von 0,5 bis 0,79 Promille, von 3 auf 12 Fälle. Gestiegen ist auch die Zahl der Ordnungsbussen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz, wobei auch harte Drogen im Spiel waren. René Lippuner: «Durch verstärkte Kontrollen versuchen wir auch hier Einfluss zu nehmen.»

Herausforderung Public Viewing

Trotz der eher dünnen Personaldecke – 13 Polizistinnen und Polizisten sowie zwei Zivilangestellte betreuen ein Gebiet mit rund 34 000 Einwohnerinnen und Einwohnern – ist René Lippuner zuversichtlich, die künftigen Herausforderungen – zu denen auch die Public Viewings der Fussball-EM zählt – bewältigen zu können. «Wir stehen teils vor neuen Aufgaben. Wir versuchen, uns der Lage anzupassen und die Ressourcen gezielt einzusetzen.»

Zufrieden mit der Arbeit zeigte sich Oliver Brun, Stadtammann von Klingnau und Präsident des Repol-Führungsausschusses. «Die Ziele des Führungsausschusses sind erreicht», stellte er fest. «Wichtig ist, dass die Weiterausbildung der Repol Zurzibiet sichergestellt werden kann.»

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