Rekingen
Die grosse Freiheit im Chrüzlibachtal: Rund 1000 Besucherinnen und Besucher hat es ans Fläcke Openair gezogen

Die Stimmung war ausgelassen, die Musik abwechslungsreich, das Publikum bunt durchmischt, und die Schlussband liess die Besucher ausflippen: Die Veranstalter des Fläcke Openair in Rekingen sind zufrieden – trotz etwas Wetterpech am Samstagnachmittag.

Daniel Weissenbrunner und Stefanie Garcia Lainez
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Die wieder gewonnene Leichtigkeit des Seins: Die Festivalbesucher genossen unter dem Rekinger Nachthimmel Musik und Drinks.

Die wieder gewonnene Leichtigkeit des Seins: Die Festivalbesucher genossen unter dem Rekinger Nachthimmel Musik und Drinks.

Daniel Weissenbrunner

Sie ist eine Seitenstrasse zur berüchtigten Reeperbahn im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Die Grosse Freiheit verdankt ihre Bekanntheit den legendären Nacht- und Musikclubs. Die Beatles hatten hier unter anderem ihre ersten Auftritte, und die Prominenz gab sich die Klinke in die Hand. Ein schmales Seitensträsschen am Ortsausgang von Rekingen führte am Wochenende auch im Zurzibiet zurück zu einem Stück neu gewonnener Freiheit. Das Chrüzlibachtal, ein verwunschenes Stück Erde, war am Freitag und Samstag Schauplatz des Fläcke Openair.

Maskenfreie Geselligkeit umrahmt von einer idyllischen Umgebung.
15 Bilder
Impressionen Fläcke Openair Rekingen 2021
Impressionen Fläcke Openair Rekingen 2021
Impressionen Fläcke Openair Rekingen 2021.
Impressionen Fläcke Openair Rekingen 2021
Impressionen Fläcke Openair Rekingen 2021
Impressionen Fläcke Openair Rekingen 2021
Impressionen Fläcke Openair Rekingen 2021
Die wieder gewonnene Leichtigkeit des Seins: Die Festivalbesucher genossen unter dem Rekinger Nachthimmel Musik und Drinks.
Impressionen Fläcke Openair Rekingen 2021
Impressionen Fläcke Openair Rekingen 2021
Impressionen Fläcke Openair Rekingen 2021
Impressionen Fläcke Openair Rekingen 2021
Die Hauptbar sorgte für den kulinarischen Genuss
Impressionen Fläcke Openair Rekingen 2021

Maskenfreie Geselligkeit umrahmt von einer idyllischen Umgebung.

Daniel Weissenbrunner

Ohne den Acts wie Ellas, Les Fanflures oder Shem Thomas zu nahe treten zu wollen: Kommende Weltstars waren auf der Konzertbühne mutmasslich nicht zu sehen und hören. Was aber keine Rolle spielte und der Stimmung keinen Abbruch tat. Ein Besucher beschrieb die Atmosphäre treffend: «Endlich wieder sein, mit Freunden ein Bier trinken und die letzten Monate nach den Einschränkungen einmal hinter sich lassen.»

Von der Leichtigkeit des Seins liess sich auch die lokale Prominenz auf dem Festgelände anstecken, wie beispielsweise der Gemeindeschreiber von Bad Zurzach, Daniel Baumgartner, die künftige Gemeinderätin der Fusionsgemeinde Zurzach, Esther Käser, oder der Poetry-Slam-Schweizer-Meister Kilian Ziegler. Sie vergnügten sich am regenfreien Freitagabend, was in diesem Sommer angesichts der instabilen Wetterlage schon mehr als eine Randnotiz wert war. Denn am Samstag erreichte das nächste Tiefdruckgebiet auch das Chrüzlibachtal.

«Son Mieux» liess das Publikum ausflippen

So strömten am Freitag rund 600 Besucherinnen und Besucher ans Festival, während es am Samstagnachmittag noch rund 100 und am Abend etwa 300 waren. Trotz Wetterpech am Samstag sagt Pressesprecherin Sybil Schreiber:

«Wir waren überwältigt von der Stimmung. Es war ein grandioses und entspanntes Festival voller Heiterkeit.»

Das bunt durchmischte Publikum habe vor der wunderschönen Kulisse im Tal mit Bäumen, Festzelten und Lichterketten ausgelassen getanzt. «Und als die holländische Band Son Mieux mit unglaublich viel Energie das letzte Konzert spielte, sind wir regelrecht ausgeflippt. Das war einfach magisch – alle tanzten, lachten, sangen mit.» An beiden Nächten seien viele Gäste bis 5 Uhr morgens geblieben.

«Klar hatten wir am Freitag, aber vor allem am Samstag auf noch mehr Publikum gehofft», sagt Sybil Schreiber. Einen finanziellen Gewinn werde die diesjährige Ausgabe deshalb nicht verbuchen. Sie sagt aber:

«Wir stehen dank unseren tollen Sponsoren solide da – und nehmen jetzt richtig Schwung mit fürs nächste Fläcke Openair.»

Das Wichtigste sei ohnehin, dass die Leute, die ans Festival kamen, zufrieden und glücklich waren, meint Sybil Schreiber. Sie habe bei den Acts, aber auch beim Publikum ein regelrechtes Aufatmen gespürt, dass endlich wieder ein Openair habe stattfinden können. «Die Bands haben sich bei ihren Auftritten bedankt, und auch von unseren Gästen bekamen wir begeistertes Feedback.»

Die Location, die Bands, die Küche, die Stimmung, einfach alles sei enorm gut angekommen. «Zwei junge Frauen sagten, das sei der Höhepunkt dieses Sommers für sie gewesen. Ich denke, das ging vielen so.»

Rund 140 Covid-Tests an beiden Tagen

Wie lange die grosse Freiheit anhalten wird, werden die nächsten Wochen zeigen. Die Veranstalter unternahmen jedenfalls ihr Möglichstes, um das Risiko einer Covid-Ansteckung auf dem Festgelände so gering als möglich zu halten. Mit einem mobilen Testcenter konnten sich die Besucher beim Eingang gratis testen lassen. Am Freitag nutzten rund 90 Personen das Angebot, am Samstag etwa 50.

So oder so: Die Besucherinnen und Besucher, die am Fläcke Openair dabei waren, hatten ihre Glücksdosis erhalten.

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