Kleindöttingen
Räumkommando trotzt dem knöcheltiefen Schlamm

Pontoniere, Zivilschützer und das Kantonale Katastrophen-Einsatzelement sind fleissig dabei die Infrastruktur des vergangenen Eidgenössischen Pontonierwettfahrens abzubauen. Keine leichte Aufgabe.

Eva Wanner
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Zugführer Fabian Spuhler, KKE-Kommandant David Bürge und Zivilschutzkommandant Peter Hirt (von links) beraten, wie die Arbeiten bewältigt werden können.

Zugführer Fabian Spuhler, KKE-Kommandant David Bürge und Zivilschutzkommandant Peter Hirt (von links) beraten, wie die Arbeiten bewältigt werden können.

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Wo vor wenigen Tagen noch gefeiert wurde, erinnern nur noch wenige Bauten an das Festgelände des 38. Eidgenössischen Pontonierwettfahrens, organisiert von den Pontonieren Klingnau. Im Moment zeit sich hier eine Moorlandschaft, durchsetzt mit Belagsplatten, die teilweise so voller Matsch sind, dass man sie kaum sieht. Wo sich am letzten Wochenende die Menschenmenge hin- und her verschob, versinkt man heute im knöcheltiefen Schlamm.

Und mitten in diesem grossen Sumpf sind Männer und Frauen fleissig dabei, die Infrastruktur abzubauen – alle bekleidet mit orangefarbenen T-Shirts. Beteiligt an den Aufräumarbeiten haben sich die Klingnauer Pontoniere, aber auch Zivilschützer und Mitglieder des Kantonalen Katastrophen Einsatzelements (KKE).

Eine absolute Notwendigkeit

Der Einsatz des KKE erwies sich wegen der massiv erschwerten Bedingungen als absolute Notwendigkeit. Nicht nur, dass sich Pontoniere und ihre Helfer nur mühsam fortbewegen konnten: Auch die Arbeit mit den Gerätschaften gestaltete sich schwierig. Um die Fahrzeuge überhaupt einsetzen zu können, mussten die total 250 Tonnen schweren Bodenplatten aus Stahl im Boden gelassen werden. Dies aber zog eine zusätzliche Schwierigkeit nach sich: Die Belastung durch die schweren Gerätschaften führte dazu, dass die Platten noch tiefer im matschigen Untergrund versanken, was den Abbau zusätzlich erschwerte. In dieser aussergewöhnlichen Situation war guter Rat teuer.

Peter Hirt, Kommandant der Zivilschutzorganisation Aare-Rhein, hatte den Auftrag, mit seinen Männern den Auf- und Abbau auf dem Festivalgelände zu unterstützen. Er nahm eine Lagebeurteilung vor, die in etwa «im Matsch versunken» lautete.

Auch die personellen Mittel hätten nicht gereicht, um den Abbau rechtzeitig und effizient zu gestalten. Deshalb wandte er sich an das Kantonale Katastrophen Einsatzelement. Innerhalb weniger Stunden war die Unterstützung abgesegnet und zugesichert. «Wir unterstützen die Regionen, wenn sie im Dreck stecken», erklärte KKE-Kommandant David Bürge. Schliesslich trug die Zusammenarbeit der Klingnauer Pontoniere mit dem Zivilschutz und dem KKE Früchte: Gemeinsam wurde der Karren aus dem Dreck gezogen respektive die Infrastruktur des Eidgenössischen Pontonier-Wettfahrens abgebaut.

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