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Radsporttage Gippingen: Hoffen auf ein Radfest und stabiles Wetter

Morgen beginnt die 55. Auflage der Gippinger Radsporttage. Die Gewitter- und Hagelstürme der letzten Tage sind in der Vorbereitung ebenfalls ein Thema.

Daniel Weissenbrunner
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Das Fahrerfeld im Aufstieg nach Schlatt vor grosser Kulisse und bei besten Bedingungen. Darauf hoffen die Veranstalter auch morgen.

Das Fahrerfeld im Aufstieg nach Schlatt vor grosser Kulisse und bei besten Bedingungen. Darauf hoffen die Veranstalter auch morgen.

André Wyss

Die Radsporttage Gippingen sind der wichtigste Radsport-Anlass im Kanton Aargau und neben der Tour de Suisse der letzte verbliebene Rad-Top-Event in der Schweiz. Sportlicher Höhepunkt ist auch morgen Donnerstag der Grosse Preis des Kantons Aargau (Start: 14.30 Uhr). Traditionsgemäss nutzen zahlreiche Teams das Rennen als Generalprobe für die Landesrundfahrt, die am Samstag in Frauenfeld beginnt.

Beim Veranstalter ist die Erleichterung gross. Nach dem Ausstieg von Swiss Cycling vor drei Jahren und dem daraus folgenden finanziellen Balanceakt findet die 55. Austragung auf einer neuen wirtschaftlichen Basis statt. Mit dem Einstieg der Aargauer Kantonalbank (AKB) für die nächsten drei Jahre als Hauptsponsor sind die existenziellen Sorgen vorerst vom Tisch. Entsprechend ungetrübt ist die Vorfreude bei den Organisatoren auf den viertägigen Anlass. «Es laufen die letzten Vorbereitung, aber wir sind bereit», sagt Mediensprecher Roland Keller.

Von Neutralisation bis Abbruch

Neben den letzten Anpassungen an der Infrastruktur wird sich der Organisator auch mit meteorologischen Fragen auseinandersetzen müssen. Die heftigen Hagel- und Gewitterstürme der vergangenen Tage sind auch innerhalb des OKs ein Thema. Für die kommenden Tage ist weiterhin mit einer labilen Wettersituation zu rechnen.

Die Rennleitung wird daher zusammen mit dem Rennkommissär des Rad-Weltverbands UCI, Jacky Tarenne, heute Nachmittag an einer Sitzung alle Eventualitäten durchspielen. Im Regelwerk der UCI gibt es einen entsprechenden Passus zu extremen Wettersituationen. Diese reichen von Schneefall über heftigen Regen bis hin zu Hagelsturm.

«Sollte ein solches Ereignis eintreffen, käme theoretisch eine Neutralisation, ein Rennunterbruch oder im schlimmsten Fall ein Abbruch infrage», sagt Roland Keller. Er vertraut allerdings auf den Wettergott: «Wir sind für unser Wetterglück bekannt.» Einem grossen Radsportfest stehe nichts im Weg.

Angeführt wird das Teilnehmerfeld am GP vom zweifachen Gewinner Michael Albasini sowie Lokalmatador Silvan Dillier. Auf dem diesjährigen Zweiten von Paris–Roubaix ruhen die Hoffnungen der einheimischen Radfans. Daneben zählt der Norweger Alexander Kristoff (gewann u. a. schon Mailand– Sanremo und die Flandern-Rundfahrt) zu den Aushängeschildern.

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