Lengnau
Projekt «Puzzle» steht zuoberst auf dem Podest

Ein Preisgericht hat unter den eingereichten acht Projekten für die Erweiterung der Primarschule einen Sieger ermittelt.

Christian Roth
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Das neue, zweigeschossige Schulhaus erhält einen zentralen Platz Visualisierung: Eglin Schweizer Architekten

Das neue, zweigeschossige Schulhaus erhält einen zentralen Platz Visualisierung: Eglin Schweizer Architekten

Bei einer Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge in der Turnhalle der Schulanlage Dorf hat Paul Pfister, der als Architekt und ehemaliger Ortsplaner von Lengnau als Fachpreisrichter amtet, die drei erstplatzierten Projekte vorgestellt. Dabei lobte er die Arbeit der Architekturbüros, die sich alle vertieft mit der komplexen Aufgabe befasst hätten. Pfister erläuterte auch, weshalb man sich am Schluss für das Projekt «Puzzle» von Eglin Schweizer Architekten AG (Baden) entschied.

Architekt Martin Eglin sowie Felix Naef (Naef Landschaftsarchitekten, Brugg) waren persönlich anwesend und beantworteten den Besuchern Fragen zu ihrem Projekt.

Realisierung in zwei Etappen

Auf dem heutigen Hartplatz auf der Rückseite der Synagoge kommt in einer ersten Etappe ein zweigeschossiges Schulhaus zu stehen. In der zweiten Etappe soll eine neue, abgesenkte Turnhalle gebaut und auf dem neu gestalteten Kronenareal eine Tiefgarage sowie Räume für Tagesstrukturen und Musikunterricht erstellt werden. Ebenfalls in die zweite Etappe fällt die Erweiterung des heutigen Kindergartens durch eine dritte Kindergartenabteilung. Mit der Etappierung gelinge eine überzeugende Antwort auf die komplexe Aufgabenstellung, steht im Bericht des Preisgerichts: «Die Puzzleteilchen fügen sich zu einem schlüssigen Ganzen – in jeder Phase der Realisierung». Die klare Struktur in Grundriss und Schnitt mit einem guten Verhältnis von Nutzfläche (Schulzimmer) und Verkehrsfläche (Treppen/Vorräume) sei wirtschaftlich, sowohl für die Erstellung wie auch für den Betrieb des Schulhauses.

Entscheid im Sommer 2013

Gemeindeammann Kurt Schmid, der auch Vorsitzender des Preisgerichts war, bezeichnete die Erweiterung der Schulanlage als wegweisenden Entscheid: «Wir wollen die Kinder im Dorf haben. Und die Schule ist ein wichtiger Teil eines lebendigen Dorfkerns». Schmid informierte, dass spätestens an der Gemeindeversammlung vom Juni 2013 über den Baukredit entschieden werden soll. Ziel sei, dass das neue Schulhaus im Sommer 2014 fertig ist, weil auf das Schuljahr 2014/2015 hin die Primarschuldauer auf 6 Jahre erhöht wird und damit der Platzbedarf steigt.

Bereits heute herrschen in der Primarschule Lengnau enge Platzverhältnisse und die bestehenden Räume sind voll ausgelastet.

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