Klingnauer Stausee
Pro Natura Aargau hat Lehren aus dem Tod der Wasserbüffel gezogen

Nach dem Desaster des letzten Jahres mit vier toten Kälbchen nimmt die Pro Natura einen neuen Anlauf und lässt sieben italienische Wasserbüffel im Gebiet Machme am Klingnauer Stausee weiden

Angelo Zambelli
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Sieben italienische Wasserbüffel weiden am Klingnauer Stausee.

Sieben italienische Wasserbüffel weiden am Klingnauer Stausee.

Angelo Zambelli

Im letzten Herbst löste der Tod von vier Wasserbüffelkälbchen - drei verhungerten, eines wurde zu Tode getrampelt - eine Welle der Empörung in der Bevölkerung aus.

Die Kälbchen gehörten zu einer Herde, die vom Naturschutzbund Pro Natura Aargau zur Landschaftspflege eingesetzt wurden. Nun hat Pro Natura Aargau die Konsequenzen aus den Vorfällen des letzten Jahres gezogen.

Die am Freitagnachmittag auf die sechs bis sieben Hektaren grosse Weide beim Klingnauer Stausee entlassenen Wasserbüffel würden regelmässiger und besser kontrolliert als die Herde des letzten Jahres, sagt Johannes Jenny, Geschäftsführer der Pro Natura Aargau.

Eine Person der Pro-Natura-Tochter „Crea Natira" ist für die Betreuung aller Schutzgebiete im Kanton Aargau zuständig. Sie sorgt dafür, dass die Tiere immer genügend Nahrung und ausreichend Wasser finden. Auch werde laufend dokumentiert, wo sich die Tiere aufhalten und wer für sie als Halter verantwortlich ist,s agt Jenny.

Nach den unschönen Ereignissen des letzten Herbsts erwog Pro Natura Aargau, die Pflege von Schutzgebieten durch die Wasserbüffel aufzugeben. „Wir haben uns aber für die Weiterführung entschieden, weil dies die sinnvollste und ökologischste Art ist, Schutzgebiete zu bewirtschaften, sag Geschäftsführer Johannes Jenny.

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