Kleindöttingen/Döttingen
Papa Moll findet in seinem neusten Abenteuer Freunde bei Behinderten

Nach «Papa Moll geht baden» hat der Globi-Verlag in Zürich ein zweites Buch mit Zurzibieter Bezug herausgegeben: «Papa Moll findet Freunde». Zwei Institutionen für Menschen mit Behinderung standen Pate.

Angelo Zambelli
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AWZ-Heimleiter Roger Cavegn und sein Sohn Til haben einige Ideen zum neuen Papa-Moll-Buch beigesteuert.

AWZ-Heimleiter Roger Cavegn und sein Sohn Til haben einige Ideen zum neuen Papa-Moll-Buch beigesteuert.

Angelo Zambelli

Während bei «Papa Moll geht baden» der Kurort Bad Zurzach im Hintergrund steht, haben die Verantwortlichen des Arbeits- und Wohnzentrums (AWZ) Kleindöttingen den Anstoss zum Buch «Papa Moll findet Freunde» gegeben. Sie haben auch die eine oder andere Idee zu einzelnen Geschichten geliefert.

Dass das neue Papa-Moll-Buch in der vorliegenden Form entstehen konnte, ist in erster Linie AWZ-Stiftungsratspräsident Marco Canonica und Roy Oppenheim aus Lengnau zu verdanken. «Will man Menschen mit Behinderung wirklich in unserer Gesellschaft integrieren, muss ein direkter Zugang zu ihrer Welt ermöglicht werden», sagte sich Canonica, als es darum ging, eine Schrift für das 40-Jahr-Jubiläum des AWZ im nächsten Jahr zu verfassen.

Da lag es für den Stiftungsratspräsidenten nahe, Roy Oppenheim in dieser Angelegenheit zu kontaktieren. Oppenheim, Sohn der Papa-Moll-Schöpferin Edith Oppenheim-Jonas, war begeistert vom Vorschlag, Kinder und Behinderte auf diesem Weg zusammenzuführen.

Anstelle eines Geschichtsbuches entstand ein Geschichtenbuch mit dem Leitgedanken, Kindern den Zugang zur Welt der Behinderten zu ebnen und so Barrieren zwischen Behinderten und Nichtbehinderten gar nicht erst entstehen zu lassen.

Ferienlager und Kaffeemaschine

Die Ideen zum Buch holten sich Zeichner Rolf Meier und Verseschmied Jürg Lendenmann bei einem eintägigen Besuch im AWZ in Kleindöttingen und in der Heilpädagogischen Sonderschule (HPS) in Döttingen. Im Buch finden sich denn auch mehrere Hinweise auf das AWZ.

Zeichnerisch und textlich umgesetzt wurden das jährlich stattfindende Ferienlager auf dem Stoos, die öfters streikende Kaffeemaschine, das AWZ-Fussballteam, die überschäumende Geschirrwaschmaschine sowie die Maltherapien und die Webarbeiten.

Der Globi-Verlag in Zürich hat ein zweites Papa-Moll-Buch mit Zurzibieter Bezug herausgegeben.

Der Globi-Verlag in Zürich hat ein zweites Papa-Moll-Buch mit Zurzibieter Bezug herausgegeben.

Angelo Zambelli

Ausgangspunkt der neusten Papa-Moll-Geschichte ist ein Ausflug seiner Familie in die Berge. In einem Aussichtsrestaurant treffen sie auf eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen. Als sich der charmante, aber wie gewohnt leicht tollpatschige Papa Moll an Peters unbesetzten Rollstuhl anlehnt, kommt dieser ins Rollen und saust den Berg hinunter.

Wie ums Himmels willen soll nun Peter den Berg herunterkommen? Papa Moll hat eine Idee: Er ruft die Rettungsflugwacht. Und weil er sich für sein Missgeschick entschuldigen will, besucht die ganze Familie Moll inklusive Hund Tschips die Einrichtung, in der die Gruppe lebt. Es folgen Abenteuer über Abenteuer. Stets zuvorderst: Papa Moll.

Das Buch ist im regulären Buchhandel erhältlich und wird dank der finanziellen Unterstützung durch die MBF-Foundation in Triesen im Fürstentum Lichtenstein und der Schweizer Stiftung «Denk an mich» vom AWZ kostenlos an Zurzibieter Organisationen verteilt, die Kinder betreuen.

Mehr Infos zu Papa Moll finden Sie hier.