Klingnau
Österreicher behauptet: «Ich weiss, wem das Gold von Klingnau gehört»

Ende Juni fanden zwei Gemeinde-Angestellte in Klingnau 2,5 Kilo Gold. Bisher gibt es keine Hinweise. Doch nun meldet sich ein 42-jähriger Mann aus Vorarlberg zu Wort und sagt: «Ich weiss, wem das Gold gehört».

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Die 1-Kilo-Goldbarren, die in Klingnau gefunden wurden.

Die 1-Kilo-Goldbarren, die in Klingnau gefunden wurden.

Kapo AG

Josef M. (42) aus Bregenz ist überzeugt: Das Gold, das in Klingnau gefunden wurde, gehört seinem Vater. Das sagt M. heute gegenüber der az.

Der Vater von M. ist diesen Frühling in Feldkirch gestorben und seither fehlt von dessen Gold jede Spur. «Mein Vater hatte viel Gold in seinem Tresor», sagt M., der seinen richtigen Namen nicht in den Medien sehen will, heute Samstag gegenüber az. Nach dem Tod war der Tresor aber plötzlich leer.

Gold verschwinden lassen

M. vermutet nun, dass man das Gold seines verstorbenen Vaters beseitigt hat. Man habe so verhindern wollen, dass er und sein Bruder als Erben die Hälfte davon bekommen. Vom Gold im Tresor habe sowohl die Ex-Ehefrau vom Verstorbenen, die Mutter von M., als auch sein älterer Bruder gewusst, sagt M. Und auch die Lebensgefährtin des Vaters war im Bild.

Schwester wohnt in der Nähe

Den Verdacht, dass es sich dabei ums Gold seines Vaters handeln könnte, untermauert M. mit zwei Erklärungen. Sein Vater habe 37 Jahre in Liechtenstein gearbeitet, dabei sehr gut verdient und das Ersparte auch in Gold angelegt. Sein Vater habe zudem ein Konto bei der UBS unterhalten. Zu guter Letzt wohne eine Schwester des verstorbenen Vaters in der Nähe von Klingnau, so M. weiter.

Doch wieso verbuddelt jemand das Gold statt es in einem Tresor aufzubewahren. Auch dafür hat M. eine Erklärung. Seine Familie seien sudetendeutsche Kriegsflüchtlinge. Da verbuddle man Hab und Gut eher als es auf die Bank zu bringen.

Polizei ist skeptisch

M. hat nach seine Version am Freitag auch der Aargauer Kantonspolizei und der zuständigen Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach gemeldet. Nur fand er dort wenig Gehört. Er sei von einer Stelle zur nächsten verwiesen worden, die Zuständige der Kantonspolizei sei dann jeweils nicht da gewesen. Am Schluss habe man ihm beschieden, doch bei der Polizei in Bregenz Anzeige zu erstatten.

Und wenn es doch nicht so ist? «Ich bin ziemlich sicher, dass ich richtig liege», sagt M. «Und wenn nicht, dann will ich zumindest die Gewähr haben, dass das Gold nicht seinem Vater gehörte». (rsn)

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