Leibstadt
Ölunfall im AKW: Staatsanwaltschaft sucht nun die Schuldigen

Nach dem Ölunfall im Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) hat die Staatsanwaltschaft die Untersuchungen aufgenommen. Und das KKL lässt die Schutzmassnahmen durch ein externes Büro abklären.

Dieter Minder
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Im Kernkraftwerk Leibstadt sind 500 Liter Öl ausgelaufen und in die Erde versickert.

Im Kernkraftwerk Leibstadt sind 500 Liter Öl ausgelaufen und in die Erde versickert.

Keystone

«Wir wollen wissen, was genau passiert ist und wer die Schuld trägt», sagt Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der aargauischen Staatsanwaltschaft. Es geht um den Ölunfall im Kernkraftwerk Leibstadt im nichtnuklearen Teil.

Ende Januar wurde festgestellt, dass aus einem Transformator rund 500 Liter Öl ausgelaufen und in die Erde versickert sind (az 5.2.). «Die Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft haben den Schadenort aufgesucht und zugleich ein Strafverfahren eingeleitet», sagt Strebel.

Es geht um Verstösse gegen Artikel 28 beziehungsweise Artikel 60 des Umweltschutzgesetzes. «Im Rahmen der Abklärungen verlangen wir auch Informationen von den Geräteherstellern und dem Hersteller der Computersoftware.» Nach ersten Erkenntnissen könnte ein Softwarefehler den Schaden mitverursacht haben.

«Rund 10 Kubikmeter Erde wurden ausgebaggert und durch eine Entsorgungsfirma aus Basel fachgerecht entsorgt», sagt Mediensprecherin Andrea Portmann vom Kernkraftwerk Leibstadt (KKL). Die weiteren Schutzmassnahmen lässt das KLL durch ein externes Büro abklären. «Dazu werden auch die ins Grundwasser reichenden Fassungen auf unserem Areal untersucht.»