Döttingen
Nun wird die Panzersperre weggerissen – vor 20 Jahren wurde sie neu gebaut

Die Strasse im Gebiet Chilbert ist keine Strasse mehr, sondern ein Arbeitsplatz für Bauarbeiter und Ingenieure. Die unterirdische Panzersperre ist weg. Sie war erst vor 20 Jahren neu installiert worden.

Angelo Zambelli
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In Döttingen ist mit der Umgestaltung des Gebiets Chilbert begonnen worden. Im Bild wird die Panzersperre entfernt.

In Döttingen ist mit der Umgestaltung des Gebiets Chilbert begonnen worden. Im Bild wird die Panzersperre entfernt.

Angelo Zambelli

Am Dienstag sind die Arbeiten für die Entfernung der Panzersperre angelaufen. Die Sperre bestand nicht wie an anderen Orten aus Betonzähnen – im Volksmund «Toblerone» genannt –, sondern aus einem ins Strassenbett eingelassenen Betonblock mit vorbereiteten Aussparungen, in die innert kürzester Zeit mehrere Stahlstangen zur Abwehr feindlicher Panzer hätten eingeschoben werden können. Die für das Auge praktisch unsichtbare Anlage war vor 20 Jahren beim Bau der Umfahrungsstrasse Döttingen–Klingnau neu installiert worden.

Neuer Abwasserkanal

Das Hauptaugenmerk bei den Arbeiten liege bei der Erneuerung der Werkleitungen und der Umgestaltung des Strassenraums, sagen Bauverwalter Mario Lerf und Baustellenleiter Robert Ueckert von der Gerber + Partner Bauingenieure und Planer AG in Windisch.

Als Hochwasser- und Umweltschutzmassnahme wird – wie in den Gebieten Nussgrabe und Schiltihaldesteig bereis geschehen – ein neuer Sauberwasserkanal verlegt. Der bisher durch die Kanalisation geleitete Schiltihaldebach wird neu ab Nussgrabe gefasst und direkt in die Surb geleitet. Dies hat den Vorteil, dass die regionale Abwasserreinigungsanlage in Klingnau nicht mehr mit sauberem Wasser belastet wird.

Gleichzeitig mit der Erneuerung der Abwasserleitung werden im Untergrund auch die Frischwasserleitungen und die Stromleitungen erneuert.

Auch oberirdisch kündigen sich in der Tempo-30-Zone einige Neuerungen an: Wenn alle Werkleitungen neu verlegt respektive saniert sind, wird der Strassenraum zwischen der Surbtalkreuzung und dem Schulhaus neu gestaltet. Die Strasse erhält einen komplett neuen Belag und beidseitig je eine 35 Zentimeter breite Entwässerungsrinne. Die Vorplätze zu den Liegenschaften im Chilbert werden mit Natursteinen verschönert, die Strassenbeleuchtung verbessert und neue Hydranten aufgestellt. Der Knoten beim Schulhaus soll zu einem Begegnungsplatz mit Bäumen und Sitzgelegenheiten umgestaltet werden.

Bis Ende September eine Baustelle

Die Erneuerung der Werkleitungen und die Neugestaltung des Strassenraums verursachen Kosten von rund 1,2 Millionen Franken.

Bauverwalter Mario Lerf rechnet damit, dass die Arbeiten bis Ende September andauern. So lange wird der motorisierte Verkehr einen kleinen Umweg in Kauf nehmen müssen.