Kleindöttingen
Neues Rechenzentrum kostet 2 Millionen – und ist sicher wie eine Schweizer Bank

Der IT-Dienstleister Symotech AG aus Kleindöttingen hat zwei Millionen Franken in den Bau eines neuen Rechenzentrums investiert. Von zentraler Bedeutung sind höchste Verfügbarkeit, Energie-Effizienz und Datensicherheit.

Angelo Zambelli
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Die Datensicherheit steht für die Symotech AG an erster Stelle.

Die Datensicherheit steht für die Symotech AG an erster Stelle.

Beat Schweizer

Alle 18 Monate verdoppelt sich die weltweite Datenmenge. Die Gründe sind vielfältig: steigende Nutzerzahlen, digitalisierte Archive, höhere Auflösungen von Fotos und Videos und neue Apps. «Als Folge dieser Datenexplosion stossen viele Unternehmen bezüglich Speicherkapazität und Datensicherheit an ihre Grenzen», sagt Thomas Wolf, CEO der Symotech AG mit Sitz in Kleindöttingen.

Das steigende Bedürfnis der Gross-, Mittel- und Kleinunternehmen, IT-Leistungen von professionellen Anbietern zu beziehen, hat die Symotech AG veranlasst, ein vollkommen neues Rechenzentrum zu planen und zu bauen.

Herzstück der Anlage im vierten Stock des Hiag-Gebäudes im Kleindöttinger Industriegebiet ist ein modulartiger ausbaubarer «Cube», bestehend aus zwei Reihen Racks, die mit Deckel und Türe hermetisch abgeschlossen sind. Die erhitzte Luft wird direkt bei den Servern gekühlt und nach aussen geleitet. Diese Art der Kühlung ermöglicht eine markante Erhöhung der Leistung.

Der Quantensprung hat für die Symotech AG ihren Preis: Der IT-Dienstleister hat zwei Millionen Franken in die neue Anlage investiert. Im Unternehmen beschäftigt sind 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; der Grossteil wohnt im Bezirk Zurzach.

Höchste Sicherheit

Von zentraler Bedeutung für das Rechenzentrum sind höchste Verfügbarkeit, Energie-Effizienz sowie die Gewährleistung der Datensicherheit.

Deshalb ist die Anlage ähnlich abgesichert wie eine Schweizer Bank. Der Eintritt ist nur mit Fingerprint möglich. Die Daten der internationalen, nationalen und regionalen Kunden aus den Bereichen Pharma, Logistik, Handel und Produktion werden verschlüsselt und ausfallsicher gespeichert.

Bei Stromausfall überbrücken Akkus, bis die Notstromgruppe anspringt. Eine ausgeklügelte Anlage schützt vor Bränden.

«Lokale Kunden profitieren davon, dass die Gemeinde Böttstein über ein Glasfasernetz verfügt», sagt CEO Wolf. Dies ermöglicht einen ultraschnellen Datenaustausch zwischen dem Dienstleister und dem Kunden.