Villigen
Neue Solarpanels in der Badi Villigen erfüllen die Erwartungen

In der idyllisch gelegenen Badi sorgen neu 20 Solarpanels für warmes Wasser. Laut Thomas Meier, Vizeammann in Villigen, erfüllen die Panels die Erwartungen vollends und auch die Reaktionen fallen positiv aus.

Michael Hunziker
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Die Solarpanels sind auf dem Flachdach der Garderoben installiert. mhu

Die Solarpanels sind auf dem Flachdach der Garderoben installiert. mhu

Das Wetter machte den Betreibern der Badi Villigen zum Saisonauftakt einen dicken Strich durch die Rechnung. Aber jetzt läuft der Betrieb. Und die 20 Solarpanels, die in diesem Frühling installiert wurden, funktionieren einwandfrei.

Sie erhitzen einerseits das Duschwasser und sorgen andererseits für wärmeres Wasser in den Bassins. Für den Bau auf dem Flachdach der Garderoben musste eigens die Statik der Gebäude verbessert werden. Die Stimmberechtigten sprachen sich mit grosser Mehrheit für das Vorhaben aus.

Positive Reaktionen

Schon heute könne festgehalten werden, dass die Solarpanels die Erwartungen erfüllen, sagt Thomas Meier, Vizeammann in Villigen. «Es handelt sich um eine bewährte Technik.»

Und auch die Rückmeldungen seien erfreulich. «Einige Gäste sprechen von einer super Sache.»

Allerdings, räumt der Vizeammann ein, könne wegen des aussergewöhnlichen Saisonbeginns kein abschliessendes Fazit gezogen werden.

«Durch den Regen im Mai und Juni konnten wir noch nicht allzu viele Erfahrungen sammeln. Eine wirklich aussagekräftige Bilanz ist wohl erst im Herbst möglich.»

Apropos Herbst: Kann durch die Solarpanels – und damit durch das wärmere Wasser – die Badesaison verlängert werden? Theoretisch ja, sagt Vizeammann Meier. Derzeit sei eine Verlängerung aber noch kein Thema.

«Sollte sich das Herbstwetter von seiner besten Seite zeigen, können solche Überlegungen angestellt werden», führt Meier aus. «Wir lassen es auf uns zukommen.»

Nicht mehr aufzuholen

Der Vizeammann macht sich keine Illusionen: Nach dem verregneten Start sei die Saison schon «weitgehend gelaufen». Die Besucherzahlen seien klar schlechter als in den Vorjahren.

«Wenn es einmal ein paar Tage regnet, dann ist das nicht so schlimm. Wenn das Wetter aber wochenlang schlecht ist, dann holen wir das nicht mehr auf.» Besonders getroffen habe es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Denn im kleinen Schwimmbad in Villigen seien auch Studentinnen für die Aufsicht zuständig. «Sie hatten erhebliche Lohneinbussen zu verzeichnen.»

Meier versichert, dass einiges unternommen werde, um für den Rest der Saison ein attraktives Programm zu bieten. Geplant seien etwa ein Nachtschwimmen oder ein Beachvolleyball-Turnier.