Wasserkraft
Neue Konzession für Axpo und AEW: Kraftwerk Klingnau läuft nahtlos weiter

Der Energiekonzern Axpo und die AEW Energie AG wollen gemeinsam ein Konzessionsgesuch für das Aarekraftwerk Klingnau einreichen. Nach 80 Jahren läuft im Juli die aktuelle Konzession für das Kraftwerk im Unteren Aaretal aus.

Merken
Drucken
Teilen
Kraftwerk Klingnau: Axpo und AEW Energie AG wollen eine Neukonzession für 60 Jahre.

Kraftwerk Klingnau: Axpo und AEW Energie AG wollen eine Neukonzession für 60 Jahre.

Walter Schwager

Die Konzession für das Kraftwerk Klingnau läuft diesen Sommer nach 80 Jahren aus. Der Kanton Aargau übt den Heimfall aus. Die beiden Partner Axpo und AEW übernehmen den Weiterbetrieb der Anlage und reichen im Sommer im Namen der neu gegründeten Gesellschaft Aarekraftwerk Klingnau AG ein entsprechendes Konzessionsgesuch bei den zuständigen Behörden ein. Der Kanton Aargau hat bereits 2012 dem Konsortium Axpo (60%) und AEW (40%) den Zuschlag für den Erwerb der Anlagen und für ein Nutzungsrecht von 60 Jahren erteilt.

Um einen nahtlosen Weiterbetrieb des Kraftwerks bis zur definitiven Konzessionserteilung sicherzustellen, wird der Kraftwerksbetrieb auf der Basis einer Duldungsverfügung, das heisst einer befristeten Betriebsbewilligung des Kantons Aargau weitergeführt. Die Aarekraftwerk Klingnau AG hat die Axpo mit der Geschäfts- und Betriebsführung beauftragt. Die Belegschaft der bisherigen Konzessionärin Aarewerke AG wird von der Axpo übernommen.

Mit einer installierten Leistung von 42,9 Megawatt und einer mittleren jährlichen Stromproduktion von rund 210 Mio. Kilowattstunden deckt das Kraftwerk Klingnau, das die Wasserkraft der Aare vor der Einmündung in den Rhein nutzt, rechnerisch den Stromverbrauch von bis zu 50 000 Haushalten und trägt wesentlich zur Stromversorgung in der Nordostschweiz bei.

Neben aktualisierten Nachweisen zur Hochwasser- und Erdbebensicherheit der Anlagen erstellt die Aarekraftwerk Klingnau AG einen Umweltverträglichkeitsbericht. In der unmittelbaren Umgebung des Klingnauer Stausees sind verschiedene ökologische Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen geplant sowie ein Projekt zur Verbesserung der Fischwanderung und zur Sanierung des Geschiebehaushalts beim Kraftwerk. (az)