FC Klingnau
Nach zwei gescheiterten Versuchen: Nun soll Kunstrasen Platzprobleme lösen

Der FC Klingnau wollte auf der Zirkuswiese einen Kunstrasenplatz erstellen, doch Anwohner stellten sich quer. Der FC hat reagiert: Er plant nun einen Kunstrasen auf dem Trainingsplatz in der Mache, dank dem auch im Winter trainiert werden kann.

Angelo Zambelli
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Auf der Rasenfläche hinter Präsident Roger Meier will der Fussballclub Klingnau einen Kunstrasen einbauen.

Auf der Rasenfläche hinter Präsident Roger Meier will der Fussballclub Klingnau einen Kunstrasen einbauen.

Angelo Zambelli

Die Verantwortlichen des Fussballclubs Klingnau – allen voran Präsident Roger Meier – erinnern sich nur ungern an den 16. Juni 2010: In einer Referendumsabstimmung lehnten die Klingnauer Stimmberechtigten einen Kredit von 909 500 Franken für den Bau eines Fussballplatzes auf der Zirkuswiese mit einer deutlichen Mehrheit ab. Im Dezember 2009 hatte die Gemeindeversammlung das Vorhaben nach lebhafter Diskussion noch deutlich angenommen.

Vor rund zwei Jahren unternahm der Fussballclub – bei dem aktuell 100 Aktive und 200 Junioren kicken – einen neuen Anlauf. Der Verein beabsichtigte, auf der Zirkuswiese einen Rasenplatz mit Option für einen Kunstrasenplatz zu Trainingszwecken zu bauen.

Doch auch dagegen regte sich – wie beim ersten Versuch – Widerstand der Anwohner. Das Baugesuch liegt noch immer bei der Bauverwaltung Klingnau, ein Entscheid steht aus. Da sich die Situation mit den Plätzen immer mehr zuspitzt, plant der Fussballclub nun die Verlegung eines Kunstrasens auf dem Trainingsplatz im Gebiet «Machme» wo sich Hauptplatz, Gerätehäuschen, Materialraum und Kiosk befinden.

Ein entsprechendes Gesuch liegt bis 4. Juni auf der Gemeindeverwaltung Klingnau auf. «Den Kunstrasenplatz können wir praktisch das ganze Jahr über als Trainingsplatz für Aktive und als Spielfeld für Junioren nützen und so die überbelegten Sporthallen entlasten», sagt Clubpräsident Roger Meier.

Ein Kunstrasenplatz in der «Machme» habe denn auch den Vorteil, dass bedeutend weniger Anwohner vom Trainings- und Spielbetrieb betroffen sind.

Teil des Gesuchs ist das Abteufen eines Schachtes bis ins Grundwasser, damit der Hauptplatz (Naturrasen) und der Trainingsplatz (Kunstrasen) mit Grundwasser und nicht mehr wie bisher mit Trinkwasser bewässert werden können.

Vorabklärungen beim Kanton, der im Naturschutzgebiet «Machme» das Sagen hat, haben laut Meier ergeben, dass dieser Gedanke nicht zum Vornherein abgelehnt, sondern im Rahmen des Baugesuchs geprüft wird.

Verkraftbare Kosten

FCK-Präsident Roger Meier rechnet mit tragbaren Kosten für den Trainingsplatz und für den Bau des Grundwasser-Pumpschachts. Der Sport-Toto-Fonds hat einen Beitrag von 40 Prozent in Aussicht gestellt.