Handball NLB
Nach Niederlage im Spitzenkampf: «Das Spiel ist verdaut, ehrlich»

Der TV Endingen verlor am Sonntag bei Suhr Aarau mit 28:29 – die Aufstiegschancen sind trotzdem intakt. Trainer Michael Spuler wehrt sich dagegen, dass man von einem Endspiel spreche: «Es war eines von 26 Meisterschaftsspielen.»

Daniel Weissenbrunner
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Michael Spuler ist Trainer des Nationalliga-B-Handballklubs TV Endingen.

Michael Spuler ist Trainer des Nationalliga-B-Handballklubs TV Endingen.

Alex Spichale

Herr Spuler, wie tief sitzt die Enttäuschung nach der 28:29-Niederlage im Spitzenspiel gegen Suhr Aarau?

Michael Spuler: Das Spiel ist verdaut, ehrlich. Unser Blick ist bereits nach vorne auf die nächste Partie am Sonntag gegen Birsfelden gerichtet.

Trotzdem, wenn man gegen den Erzrivalen verliert, kann Sie das nicht kaltlassen?

Wir haben gewusst, dass es ein enges Spiel werden würde. Die Niederlage ist nicht tragisch, zumal wir auf einige Spieler verletzungshalber verzichten mussten.

Vor diesem Hintergrund müsste die Niederlage doppelt schmerzen.

Wir hatten unsere Chancen in der Schlussphase, haben diese aber leider liegen lassen.

Also doch eine verpasste Gelegenheit, Suhr Aarau auf Distanz zu halten?

Zweifellos haben wir es verpasst, uns eine bessere Ausgangslage zu schaffen. Ich wehre mich aber dagegen, wenn man von einem Endspiel spricht. Es war eines von 26 Meisterschaftsspielen.

Aber Endingen und Suhr Aarau sind die einzigen Aufstiegsanwärter in die Nationalliga A.

Das stimmt zwar, aber es nützt uns nichts, wenn wir gegen Suhr Aarau gewinnen und in der nächsten Partie gegen Birsfelden Punkte liegen lassen.

Das Spiel gegen Birsfelden am Sonntag gehört für Sie in die Kategorie Pflichtaufgabe?

Das ist es genau nicht. Ich warne davor, Teams zu unterschätzen. Birsfelden hat vor einer Woche gegen Suhr Aarau gezeigt, dass sie ein ernst zu nehmender Gegner sind (Anm. d. Red: Die Partie endete 27:27).

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