Bad Zurzach
Nach Brand: Zukunft des Restaurants Schlüssel völlig offen – laufende Ermittlungen

Nach dem Brand sind die Ermittlungen im Gang. Die Ursache ist noch unklar. Beim Pächterpaar sitzt der Schock tief: sie hatten das Restaurant vor kurzem renoviert. Es sei noch zu früh, um von der Zukunft zu sprechen.

Daniel Weissenbrunner
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Im Gasthaus "zum Schlüssel" bricht kurz vor Freitagmittag (14. Dezember 2018) ein Brand aus.
19 Bilder
Dieser Screenshot eines Leservideos zeigt, wie die Flammen aus einem Fenster im ersten Stock schiessen. Hier dürfte der Brand ausgebrochen sein.
Mehrere Wohnungen werden verwüstet.
Die Hauptstrasse wird für rund vier Stunden gesperrt.
Zirka 50 Feuerwehrleute stehen im Einsatz.
Auch Atemschutz-Einsatzkräfte der Feuerwehr Döttingen-Klingnau-Koblenz sind aufgeboten worden.
Die Feuerwehr bringt den Brand rasch unter Kontrolle.
Sechs Personen verlieren ihre Unterkunft. Sie werden von der Gemeinde unterstützt.
Drohnenaufnahmen eines Leserreporters zeigen dicke Rauchschwaden über Bad Zurzach.
Auch Bilder von der Terrasse des Zurzacher Turms zeigen dicke Rauchwolken.
Der Brand hat Spuren hinterlassen.
Das Gasthaus «zum Schlüssel» steht im historischen Ortskern von Bad Zurzach, der von den Einheimischen Flecken genannt wird. (Archivbild)
Es folgen weitere Bilder vom Brand und dem Feuerwehreinsatz.
Die Feuerwehr im Einsatz beim Brand im Gasthaus «zum Schlüssel» in Bad Zurzach.
Der Brand hat unübersehbar Spuren hinterlassen.
Auch dieses Archiv-Bild zeigt den «Schlüssel» vor dem Brand.

Im Gasthaus "zum Schlüssel" bricht kurz vor Freitagmittag (14. Dezember 2018) ein Brand aus.

AZ-Leserreporter

Der Schock sitzt bei Irene und Marco Chiecchi tief. Das Pächterehepaar musste am Freitag mit ansehen, wie ihr Restaurant Schlüssel, auch bekannt unter dem Namen «Fleckenbeizli», ein Raub der Flammen wurde. Der Brand im Gebäude im historischen Kern des Bezirkshauptorts brach kurz vor Mittag aus. Zu diesem Zeitpunkt herrschte im «Schlüssel» Hochbetrieb. Im Erdgeschoss lief gerade der Mittagsservice, als die Gäste die Liegenschaft an der Hauptstrasse umgehend verlassen mussten. Der Wirt versuchte noch vergeblich, die Flammen einzudämmen. Die 50 ausgerückten Feuerwehrleute brachten den Grossbrand daraufhin rasch unter Kontrolle.

Sechs Personen verloren beim Brand ihre Unterkunft. Die Wohnungen sind bis auf weiteres nicht mehr bewohnbar. Die Höhe des Sachschadens sei noch nicht bezifferbar, wie die Kantonspolizei auf Anfrage mitteilt. Auch die Brandursache konnte noch nicht ermittelt werden, so Sprecher Roland Pfister. Momentan laufen die Spurensicherungen. Ausserdem fänden Befragungen der Personen statt, die sich zur Zeit des Brandes im Gebäude aufhielten. Stand jetzt geht man davon aus, dass das Feuer im ersten Stock ausgebrochen ist. Ob das Gebäude bewohnbar bleibt, dazu können die zuständigen Personen keine Angaben machen.

Besonders aufwühlend ist für die Betreiber, dass das Restaurant vor kurzem erst renoviert wurde. «Es sieht richtig schlimm aus», sagte Irene Chiecchi. Weiter möchte sie sich nicht äussern. Nur so viel: Den Betrieb weiterzuführen, sei eine der Optionen. Derzeit sei es aber zu früh, über die Zukunft zu sprechen. Gestern fand ein Treffen mit der Gebäudeversicherung statt, wo eine erste Bestandesaufnahme des Schadens vorgenommen wurde.