Döttingen
Nach anfänglicher Skepsis: «Dieser Kreisel ist eine Perle»

Der Gemeinderat hatte die einen Minikreisel beim Ochsen vorgeschlagen. Der Kanton war erst dagegen, liess sich durch einen Versuchskreisel doch überzeugen. Und an der Einweihung zeigte sich der Kreisingenieur zufrieden über den Minikreisel.

Louis Probst
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Temporärer Kreiselschmuck an der Kreiseleinweihung: Giuliano Sabato, Markus Birchmeier, Mike Spannagel und Urs Mrose (von links). Louis Probst

Temporärer Kreiselschmuck an der Kreiseleinweihung: Giuliano Sabato, Markus Birchmeier, Mike Spannagel und Urs Mrose (von links). Louis Probst

«Für mich ist das eine Perle», meinte Kreisingenieur Giuliano Sabato an der Einweihung des Ochsen-Kreisels. «Der Gemeinderat hat sich aber nicht nur für sichere Strassen, sondern auch für die Stärkung des Ortsbildes eingesetzt.»

Tatsächlich ist mit dem Kreisel ein neuralgischer Punkt entschärft worden, der täglich von bis zu 15 000 Fahrzeugen passiert wird. Zudem macht sich der überfahrbare Kreisel mit seinen blauen LED-Leuchten zusammen mit den gepflasterten Vorplätzen der angrenzenden Liegenschaften auch optisch gut.

In das Projekt sind aber auch rund zwei Millionen Franken investiert worden. Wobei der Kanton an den Strassenbau einen Beitrag von 40 Prozent leistete.

Zur Einweihung des Kreisels – und damit eines Abschnittes der neugestalteten Hauptstrasse – begrüsste Gemeinderat Mike Spannagel Anwohnerinnen und Anwohner, Vertreter des Kantons, des Gemeinderats mit Ammann Peter Hirt sowie der am Bau beteiligten Unternehmungen.

«Vor genau zwei Jahren konnte der erste Abschnitt der neu gestalteten Hauptstrasse eingeweiht werden», sagte er. «Heute erfolgt die offizielle Übernahme des Minikreisels. Aus meiner Sicht konnte eine gute und schöne Lösung gefunden werden.»

Kredit für Folgeprojekt abgelehnt

Mike Spannagel dankte den am Bau beteiligten Unternehmen und Stellen des Kantons für die angenehme Zusammenarbeit und der Bevölkerung, die während der Bauzeit teilweise hatte Umwege in Kauf nehmen müssen, für ihre Geduld und ihr Verständnis.

Er gab aber auch dem Wunsch nach Umsetzung einer weiteren Etappe der Neugestaltung der Hauptstrasse Ausdruck. Allerdings hatte im letzten Sommer die Gemeindeversammlung den Kredit für das Folgeprojekt abgelehnt.

Der Versuch überzeugte

Kreisingenieur Sabato erinnerte daran, dass die Idee eines Minikreisels, die vom Gemeinderat ins Spiel gebracht worden war, beim Kanton vorerst auf Ablehnung gestossen war. Auf Druck des Gemeinderates sei die Idee aber weiterverfolgt worden. Ein Versuchskreisel habe schliesslich gezeigt, dass sich ein Minikreisel bewährt.

Urs Mrose (Mrose Bauingenieure GmbH, Baden) ging auf das Projekt und die Bauarbeiten ein, mit denen im April dieses Jahres begonnen worden war und die wegen des Winzerfestes Ende September abgeschlossen werden mussten. Und im Namen der Unternehmer dankte Markus Birchmeier allen an diesem «speziellen Projekt» Beteiligten, aber auch der Bevölkerung für ihr Verständnis für Behinderungen und Immissionen.