Kleindöttingen
Musikgesellschaften spannen zusammen – gelungene Koproduktion im Kirchspiel

Die Musikgesellschaften von Kleindöttingen und Leuggern sind unter dem Titel «The Show must go on» gemeinsam auf der Bühne gestanden. Zur Uraufführung kam auch der rassige Foxtrott «Old Fox» von Eugen Busslinger.

Peter Jacobi
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Unter der Leitung von Georg Weiss, Musikgesellschaft Leuggern, stand der erste Teil des gemeinsamen Konzertes in Kleindöttingen
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Musikgesellschaften spannen zusammen und bieten tolles Konzert
In der Mehrzweckhalle Kleindöttingen fand das zweite der gemeinsamen Konzert der Musikgesellschaften von Kleindöttingen und von Leuggern statt
Eine besondere Stimmung bringt Thomas Schwere in die Halle. pid
Stefanie Obrist, Posaune
Manuel Moser, Kornet
Bruno Bernet, Flügelhorn

Unter der Leitung von Georg Weiss, Musikgesellschaft Leuggern, stand der erste Teil des gemeinsamen Konzertes in Kleindöttingen

Peter Jacobi

In Zeiten, in denen es die Musikgesellschaften immer schwerer haben, ihre Register zu besetzen, ist Zusammenarbeit gefragt. Der Titel «The Show must go on», der auf dem Programm des gemeinsamen Konzertes der beiden Musikgesellschaften von Leuggern und Kleindöttingen stehe, passe denn auch zu dieser Koproduktion, meinte Viktor Ringele, Präsident der Musikgesellschaft Kleindöttingen.

Und nach dem ersten Konzert in Leuggern im November letzten Jahres ging die Show nun in Kleindöttingen weiter. Im ersten Teil, in dem Leuggerns Dirigent Georg Weiss am Pult stand, folgte nach dem triumphalen Einzugsmarsch der Gladiatoren ein Abstecher in die Filmwelt von «Ben Hur» bis zu «James Bond». Dabei zeichneten sich Stefanie Obrist an der Posaune und Bruno Bernet am Flügelhorn als Solisten aus. Locker schaffte das Korps der 40 Musikantinnen und Musikanten den Sprung von der Strauss-Polka zu den südamerikanischen Rhythmen, und dies nach einer nur kurzen gemeinsamen Probenzeit.

Viele Solisten

Eugen Busslinger hatte die musikalische Leitung im zweiten Teil inne. Dabei kam auch seine Eigenkomposition «Old Fox» zur Uraufführung. Der rassige Foxtrott kam bei den Zuhörern gut an. Für die schönsten Musicalmelodien aus «Grease» und «My fair Lady» hatten die Musikanten von der Krawatte zur Fliege am Hals gewechselt. Dieser festliche Auftritt gab den Rahmen für die überzeugenden Solovorträge.

Den Winter zum Sommer machte der Kornettist Manuel Moser. In «Concerto pour un été» liess er von Meer, Wellen und Ferien träumen. Selten zum Einsatz, und deshalb immer solo, kommt das Sopransaxofon. Thomas Schwere liess das nicht einfach zu spielende Instrument mit dem durchdringenden Klang gekonnt im Jazzstandard «Petite Fleur» ertönen. Mit Andrea Obrist setzte sich ein weiteres Mitglied der Familie Obrist bestens in Szene. Sie hatte ihren grossen Soloauftritt in der Rockballade «The Show must go on». Zur wahren Solistenparade wurde der abschliessende Rhythm and Blues «See you later, Alligator».