Surbtal
«Mobilität Surbtal»: Gibt es bald einen Surbwanderweg?

Endingen, Lengnau und Tegerfelden befassen sich an den jeweiligen Gemeindeversammlungen mit Projekten der Perspektive Surbtal.

Nadja Rohner
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Kann man in Surbtal bald auf Wanderwegen die Natur geniessen?

Kann man in Surbtal bald auf Wanderwegen die Natur geniessen?

Verkehr, Energie und Turnhalle – im Rahmen der «Perspektive Surbtal» informieren die Gemeinderäte von Lengnau, Endingen und Lengnau an den Gemeindeversammlungen über Geschäfte, welche die ganze Region betreffen. Zum einen geht es um das Projekt «Energiestadt Surbtal». Gemeinsam wollen die Surbtalgemeinden ein Qualitätsmanagement für die Umsetzung einer nachhaltigen Energie-, Verkehrs- und Umweltpolitik schaffen.

Bis 2017 sollen alle drei Gemeinden gemeinsam das Label «Energiestadt Surbtal» erlangen. Lengnau, bereits Energiestadt, bringt dabei schon Erfahrungswerte mit. Die Kosten bis zur Zertifizierung werden gesamthaft rund 40 600 Franken betragen. Deshalb beantragen die Gemeinderäte von Lengnau, Endingen und Tegerfelden, in die jeweiligen Budgets 2015 6800 und für das Jahr 2016 nochmals 6800 Franken aufzunehmen. Ab dem Jahr 2017 sei mit jährlichen Kosten von 4500 Franken zu rechnen, heisst es in den Traktandenberichten.

Unter dem Stichwort «Mobilität Surbtal» befasst sich eine Arbeitsgruppe mit Themen des öffentlichen Verkehrs (öV), des motorisierten Individualverkehrs (MIV) und des Langsamverkehrs (LV). In Letzterem sieht die Arbeitsgruppe denn auch das meiste Potenzial. So sollen als erstes Rad- und Fusswege analysiert und optimiert werden, zudem werden Reit- und Skaterstrecken erfasst. Das Hauptprojekt der Arbeitsgruppe ist jedoch die Erarbeitung eines durchgängig gestalteten Surbwanderwegs.

Die Kosten für Arbeitsgruppe, Planaufbereitung und Aufschaltung eines Online-Portals in der Höhe von rund 18 000 Franken sollen von allen Surbtalgemeinden gleichermassen getragen werden. Deshalb beantragen die Gemeinderäte, in jeder Gemeinde 6000 Franken für das Projekt im Budget zu veranschlagen.

Das Vorhaben, eine eigene Sporthalle zu bauen, steht im Surbtal derzeit nicht im Vordergrund. Vielmehr wird derzeit geprüft, ob man sich bei der geplanten grossen Sporthalle Go Easy in Siggenthal-Station einmieten oder gar beteiligen könnte. Ziel sei es, den Gemeindeversammlungen im Juni 2015 entsprechende Anträge stellen zu können, teilen die Gemeinderäte in den Traktandenberichten mit. Ursprünglich hatten die Initianten davon gesprochen, schon im vergangenen August mit dem Umbau der ehemaligen Go-Kart-Halle zu zwei grossen Sporthallen zu beginnen. Die Hallen hätten dann ab Frühling 2015 bespielt werden können. Das Baugesuch soll nun demnächst publiziert werden.

Gemeindeversammlungen
Lengnau, Tegerfelden: 21. November. Endingen: 28. November.

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