Lengnau/Endingen
Mobiliar-Versicherung ist in Spendierlaune

Die Surbtalgemeinden erhalten 1,5 Millionen Franken als Beitrag an die Hochwasserschutzmassnahmen. Ganz nach dem Motto: «Versichern ist gut, Prävention ist besser».

Angelo Zambelli
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Weihnachtsmänner im Surbtal: Marc Périllard (ganz links) und Paul Cathrein, Mitglied der Direktion der Mobiliar-Versicherungsgesellschaft in Bern (rechts), übergeben Kurt Schmid (2.v.l.) und Lukas Keller (2.v.r.) Schoggitaler als Symbol für die 1,5 Millionen Franken.

Weihnachtsmänner im Surbtal: Marc Périllard (ganz links) und Paul Cathrein, Mitglied der Direktion der Mobiliar-Versicherungsgesellschaft in Bern (rechts), übergeben Kurt Schmid (2.v.l.) und Lukas Keller (2.v.r.) Schoggitaler als Symbol für die 1,5 Millionen Franken.

Angelo Zambelli

Als OK-Präsident der Badenfahrt und des Badener Stadtfests ist sich Marc Périllard gewohnt, Feste zu organisieren und zu feiern. Doch der kleine Anlass am Montagvormittag auf der Baustelle des Hochwasserrückhaltebeckens im Ehrendinger Ried war auch für ihn etwas Besonderes: Als Vertreter der Generalagentur der Versicherungsgesellschaft «Die Mobiliar» in Baden durfte er zusammen mit Direktionsmitglied Paul Cathrein den Gemeindeammännern Kurt Schmid (Lengnau) und Lukas Keller (Endingen) ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk im Wert von 1,5 Millionen Franken überreichen.

Mit diesem Betrag unterstützt die grösste Schweizer Sachwert-Versicherung die Verbesserung des Hochwasserschutzes im Surbtal. Mit den Massnahmen werden in erster Linie die Menschen entlang der Surb, aber auch die Bauten in den Siedlungsgebieten, die Industrie- und Gewerbebauten, die Kantons- und Gemeindestrassen sowie das landwirtschaftliche Kulturland vor Schäden geschützt. Périllard freute sich, dass er für einmal nicht mit Gummistiefeln ins Surbtal gekommen war, um Hochwasserschäden aufzunehmen, sondern mit einem prallen Geldsack.

Geld kommt aus Überschussfonds

Entsprechend dem Motto «Versichern ist gut, Prävention ist besser» hat «Die Mobiliar» nach dem ausserordentlichen Hochwasser im Jahr 2005 einen Betrag von 10 Millionen Franken für präventive Projekte in gefährdeten Gebieten der Schweiz gesprochen. 2008 wurde dieser Betrag auf 20 Millionen Franken aufgestockt. Aus diesem Topf erhält Lengnau 855000 Franken, Endingen wird mit 597000 Franken unterstützt. Die gesprochenen Beiträge entsprechen rund 50 Prozent der Summe, die von den beiden Surbtaler Gemeinden an das Projekt «Hochwasserschutz Surbtal» geleistet werden müssen. Als unterstützungswürdige Objekte klassiert hat die Mobiliar-Versicherung die Hochwasserrückhaltebecken in Lengnau und Endingen, die Sohlenabsenkung der Surb im Dorfzentrum Lengnau sowie die Schutzdämme im Gewerbegebiet in Lengnau.

Die Gemeinde Ehrendingen, auf deren Gebiet derzeit ein Rückhaltebecken gebaut wird, bezahlt über den Abwasserverband Oberes Surbtal 178000 Franken an die Schutzmassnahmen; Unterendingen, Tegerfelden und Döttingen haben Pauschalbeiträge entrichtet und wurden deshalb von der Mobiliar-Versicherung bei der Ausschüttung der Unterstützungsgelder nicht berücksichtigt. Hocherfreute Gemeindeammänner

Kurt Schmid und Lukas Keller nahmen das grosszügige Geschenk freudestrahlend an. «Die Finanzierung der Schutzbauten bereitet uns seit Jahren Sorgen», sagte Keller. Deshalb sei die grosszügige Unterstützung durch die Mobiliar höchst willkommen und stelle auch für die Bevölkerung in Lengnau und in Endingen eine Riesenüberraschung dar.