Würenlingen
Mit dem "Bären" macht das älteste Lokal im Dorf bald dicht

Aus dem Restaurant Bären werden wohl Wohnungen. Der hintere Teil mit Saal wird abgerissen. Damit verschwindet das älteste Lokal in der Gemeinde.

Samuel Buchmann
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Die Fassade des «Bären» bleibt bestehen, sie steht unter Schutz.

Die Fassade des «Bären» bleibt bestehen, sie steht unter Schutz.

Samuel Buchmann

Der «Bären» in Würenlingen wird schliessen. Wirt und Inhaber Alex Schneider verkauft das Grundstück voraussichtlich an die Birchmeier Hoch- und Tiefbau AG aus Döttingen und die Hunziker Architekten AG aus Baden. Die zukünftigen Inhaber planen auf der Parzelle eine neue Überbauung mit rund 20 Wohnungen. Der hintere Teil des alten Gasthauses, in dem der grosse Saal mit Bühne liegt, soll abgerissen werden. Dies bestätigt Markus Birchmeier gegenüber der az. Die Front und der vordere Teil des Bären bleiben bestehen – die Fassade gehört zu den schützenswerten, für das Ortsbild relevanten Objekten Würenlingens. «Im Erdgeschoss planen wir Gewerberäume», sagt Birchmeier. «Das Obergeschoss, wo bis jetzt das Restaurant angesiedelt ist, wird renoviert und zu Wohnungen umgebaut.»

Das Ganze ist noch nicht in trockenen Tüchern – bisher besteht nur der Kaufrechtsvertrag. Es stehen laut Markus Birchmeier noch Gespräche mit der Gemeinde aus. Birchmeier gibt sich zuversichtlich: «Der Kauf wird zustande kommen.» Das Restaurant weiterzubetreiben, habe nie zur Debatte gestanden. «In Würenlingen besteht ein Bedarf nach Wohnraum und wir sind eine Baufirma, kein Gastronomiebetrieb.» Wann der Bau startet und wann die Wohnungen schliesslich bezugsbereit sein sollen, sei noch nicht entschieden. Geplant ist aber, dass das Restaurant etwa dann seine Türen schliesst, wenn in Döttingen der neue Winzerhof eröffnet (siehe Box).

Alex Schneider, der Inhaber und Wirt des «Bären», sagt, er finde es natürlich schade, dass es sein Restaurant nicht mehr geben wird. Seine Frau und er haben es mehrere Jahrzehnte lang geführt. «Der Betrieb läuft gut, doch wir haben keinen Nachfolger. Unsere beiden Töchter wollen das Restaurant nicht übernehmen. Das ist der Lauf der Zeit.»

Döttingen: Aus dem «Monti» wird «Winzerhof» Der Würenlinger «Bären» ist nicht der einziger Gasthaus-Coup des Döttinger Baulöwen Markus Birchmeier: Im vergangenen Jahr kaufte er das Döttinger Hotel Bahnhof, besser bekannt unter dem Namen «Monti». Es soll weiterhin als Hotel betrieben werden, neu aber «Winzerhof» heissen. Der hintere Gebäudeteil inklusive Saal wird abgerissen, das Hauptgebäude wird renoviert und bleibt bestehen. Der «Winzerhof» ist als Mittelklasse-Hotel mit 38 Zimmern und Gartenwirtschaft geplant. Der Baubeginn soll «möglichst bald» erfolgen. «Mit dem Winzerhof wollen wir der Region etwas zurückgeben, Döttingen braucht ein solches Lokal», sagt Birchmeier. Der Renditegedanke stehe dabei im Hintergrund. (SBU)

Döttingen: Aus dem «Monti» wird «Winzerhof» Der Würenlinger «Bären» ist nicht der einziger Gasthaus-Coup des Döttinger Baulöwen Markus Birchmeier: Im vergangenen Jahr kaufte er das Döttinger Hotel Bahnhof, besser bekannt unter dem Namen «Monti». Es soll weiterhin als Hotel betrieben werden, neu aber «Winzerhof» heissen. Der hintere Gebäudeteil inklusive Saal wird abgerissen, das Hauptgebäude wird renoviert und bleibt bestehen. Der «Winzerhof» ist als Mittelklasse-Hotel mit 38 Zimmern und Gartenwirtschaft geplant. Der Baubeginn soll «möglichst bald» erfolgen. «Mit dem Winzerhof wollen wir der Region etwas zurückgeben, Döttingen braucht ein solches Lokal», sagt Birchmeier. Der Renditegedanke stehe dabei im Hintergrund. (SBU)

Philipp Zimmermann

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