Wahlen
Männeranteil bei den Kandidierenden ist nach wie vor grösser

Die Wahlberechtigten des Bezirks Zurzach haben die Qual der Wahl: 55 Kandidatinnen und Kandidaten aus 11 Parteien bewerben sich um einen der sieben Sitze im Aargauer Parlament. Auf die Listen setzen lassen haben sich 31 Männer und 24 Frauen

Angelo Zambelli
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Plakatwald ausgangs Endingen: Am Wochenende entscheidet sich, wer am wirkungsvollsten geworben hat. Angelo Zambelli

Plakatwald ausgangs Endingen: Am Wochenende entscheidet sich, wer am wirkungsvollsten geworben hat. Angelo Zambelli

Das bedeutet, dass der Anteil der Männer mit 56,36 Prozent nach wie vor grösser ist als derjenige der Frauen (43,64 Prozent). Bei der Durchsicht der Wahllisten fällt auf, dass die sozial-liberale Bewegung (SLB) den Wahlkampf nur mit Frauen bestreitet. Mit mehr Frauen als Männern in die Grossratswahlen gestiegen sind die Grünen, (3 Männer/4 Frauen) sowie die Evangelische Volkspartei (1 Mann, 2 Frauen).

Am stärksten vertreten bei den 55 Kandidatinnen und Kandidaten sind die Jahrgänge von 1961 bis 1970 (17), gefolgt von den Jahrgängen 1951 bis 1960 und 1971 bis 1980 (je 12). Ältester Kandidat ist Hansjörg Kull (EDU, Rekingen) mit Jahrgang 1946. Mit den wenigsten Jährchen auf dem Buckel steigt Manuel Sommerhalder (SP, Gippingen, Jahrgang 1994) ins Rennen um die sieben Zurzibieter Grossratssitze.

Rheintal am besten vertreten

Interessant ist die regionale Herkunft der 55 Zurzibieter Grossratskandidatinnen und Grossratskandidaten: 15 stammen aus dem Rheintal, je 13 aus dem Aaretal und aus dem Surbtal sowie 11 aus dem Kirchspiel (Böttstein, Leuggern und Full-Reuenthal). Das Studenland ist mit 3 Personen vertreten.

Die meisten Kandidatinnen und Kandidaten stellen die Gemeinden Klingnau und Rekingen mit je 7, gefolgt von Leuggern und Döttingen mit je
6 Bewerberinnen und Bewerbern. Überhaupt nicht vertreten sind Baldingen, Böbikon, Koblenz, Leibstadt, Rietheim, Rümikon, Schneisingen und Unterendingen.

Winzer, Anwalt und Kantonsschüler

Das Spektrum der Berufe der Kandidaten für die Grossratswahl 2013 ist sehr breit: In den Wahlunterlagen aufgeführt sind Berufsgattungen wie Apotheker, Gemeindeschreiber, Winzer mit Meisterdiplom, Meisterlandwirt, Berufsunteroffizier, Lehrerin, Unternehmer, Architekt, Kantonsschüler, Unternehmens- und Personalberater, Rechtsanwalt, Personalleiterin, Finanzplaner und Treuhandsachbearbeiterin. Die Liste kann beliebig weitergeführt werden mit Informatiker, Studentin, Umweltwissenschaftler, Agronomin, Systemingenieur und – mehrfach erwähnt – Familienfrau oder neudeutsch «Family Manager».