Lengnau
Referendum gegen Pumptrack-Anlage: Stimmvolk hat das letzt Wort

In Lengnau soll eine Anlage beim Schulhaus entstehen. Gegner wehren sich gegen den geplanten Standort.

Daniel Weissenbrunner
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Beim Oberstufenschulhaus Rietwise in Lengnau wäre ein asphaltierter Rundkurs für Velo, Trotti, Skateboard und Inlineskates geplant.

Beim Oberstufenschulhaus Rietwise in Lengnau wäre ein asphaltierter Rundkurs für Velo, Trotti, Skateboard und Inlineskates geplant.

Valentin Hehli

Die Rietwiese beim Schulhaus in Lengnau ist ein begehrtes Stück Land. An der Gemeindeversammlung Ende November wurde über ein Kreditbegehren über 200'000 Franken für eine Pumptrack-Anlage abgestimmt. Dabei stiess weniger der Track an sich oder das Geld, sondern der Standort auf Kritik. Ein Antrag auf Rückweisung des Kredites, nochmalige Prüfung des Standortes und Abklärungen über eine Trägerschaft wurde damals mit 112 gegen 72 Stimmen abgelehnt. Der Kredit für den Pumptrack wurde schliesslich mit 127 gegen 60 Stimmen bewilligt.

Gegen diesen Beschluss wurde nun erfolgreich das Referendum ergriffen. Nötig dazu waren 195 Unterschriften von Stimmberechtigten. Eingegangen sind bis Montag 382 Stimmen. Somit kommt es am 13. Februar zur Urnenabstimmung. Das Referendum richte sich nicht gegen einen Pumptrack an sich, sondern gegen den Standort direkt vor den Häusern von Anwohnern, wiederholen die Gegner. Sie befürchten, dass die Anlage zu einem regionalen Hotspot werden könnte und nebst dem Schul- und Freizeitbetrieb zusätzlichen Lärm in den Abendstunden und an Wochenenden zur Folge hätte. Deshalb soll ein anderer Standort gesucht werden.

Angst vor lärmigem Hotspot

Zusätzlich fordern die Kritiker, dass wie in fast allen vergleichbaren Gemeinden, aus Kreisen der Pumptrack-Initianten ein Verein oder eine Trägerschaft Verantwortung übernehmen sollen. Damit hätten die Behörden und auch die Anwohner einen Ansprechpartner, wenn Probleme mit der Ordnung entstehen oder sich ein lärmiger «Hotspot» bilden würde. Ein Pumptrack sei nur für wenige Einwohnerinnen und Einwohner ein Bedürfnis, argumentieren die Gegner. Deshalb sei es nicht selbstverständlich, dass die Gemeinde Land zur Verfügung stellen, die Erstellung finanzieren sowie für den Betrieb besorgt sein soll.

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