Klingnau
Kreisschule Unteres Aaretal im Test: gute und schlechte Noten

Bei der Kreisschule Oberstufe Unteres Aaretal hat man in den Bereichen Schulführung und Qualitätsmanagement Defizite festgestellt – das besagt eine externe Schulevaluation. Elternkontakt, Unterrichts- und Arbeitsklima wurden gelobt.

Nadja Rohner
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Die Bezirksschule Klingnau ist Bestandteil der Kreisschule Oberstufe Unteres Aaretal.

Die Bezirksschule Klingnau ist Bestandteil der Kreisschule Oberstufe Unteres Aaretal.

ZA/Archiv

Die Evaluation wurde von Experten der Pädagogischen Hochschule durchgeführt; dies im Auftrag des Departements für Bildung, Kultur und Sport (BKS).

Der Schlussbericht hält in den drei Ampelfarben Rot, Orange und Grün fest, wo Verbesserungen nötig sind.

In der OSUA gibt es zwei Probleme: «In den Bereichen Schulführung und Qualitätsmanagement hat man Defizite festgestellt», sagt Daniela Koller von der Kreisschulpflege. «Wir haben bisher zwei Schulleitungen an den beiden Standorten Klingnau und Döttingen. Leider waren Funktionen und Kompetenzen nicht allen Schulführungsorganen gleich verständlich. Dies hat letztlich zu einigen Kommunikationsproblemen und Missverständnissen geführt.»

Dass der Klingnauer Schulleiter, der seine Stelle im Mai 2013 antrat, über «keine vertiefte Schulleitungserfahrung» verfügte, sei «im Nachhinein gesehen sicherlich keine optimale Voraussetzung für eine rundum positive Evaluation» gewesen. Näher wolle und könne die Schulpflege nicht darauf eingehen. Der betreffende Schulleiter hat per Ende Juli gekündigt, ist aber seit Anfang April krankgeschrieben. Interimistisch wird der Standort Klingnau bis Ende Schuljahr von einem Fachmann geführt.

So funktioniert die OSUA

Die Kreisschule Oberstufe Unteres Aaretal (OSUA) wird von den Gemeinden Döttingen, Klingnau und Koblenz gemeinsam betrieben. Rund 340 SchülerInnen gehen in 21 Klassen bei insgesamt rund 50 Lehrpersonen zur Schule.

6 Klassen sind in der Bezirksschule, 7 in der Sek und in der 8. Real. Seit August 2013 wird die OSUA von einer Schulleiterin Döttingen und einem Schulleiter Klingnau geleitet. Die Kreisschulpflege führt die OSUA strategisch. (AZ)

Nur noch eine Schulleitung

Im neuen Schuljahr wird die OSUA nur noch eine Schulleitung für beide Standorte haben. Dies werde bereits einige der bemängelten Bereiche in der Schulführung korrigieren, so Koller. Die Personalsuche läuft. Gleichzeitig erstellt die Schulpflege einen Massnahmenplan, um die Defizite zu beheben. «Wir überarbeiteten beispielsweise das Pflichtenheft für die Schulleitung und das bestehende Funk- tionendiagramm», führt Koller aus. Sie hält fest: «Die Evaluation ist nur eine Momentaufnahme. Wir haben die Probleme schon vorher erkannt und waren bereits daran, diese zu bearbeiten.»

Dafür sei die OSUA vom BKS auch ausdrücklich gelobt worden. Dieses begleitet die Schule während der Defizitbereinigung. Daniela Koller betont, dass der Schulbetrieb einwandfrei funktioniere. Dies zeigten auch die fünf grünen Ampeln, die die OSUA erhalten hat. «Das Unterrichtsklima, das Arbeitsklima für die Lehrer, der Elternkontakt sowie die Regelkonformität - alles wird im Schlussbericht ausdrücklich gelobt.» Auf die Zukunft des Bezirksschulstandortes Klingnau habe die externe Evaluation keinen Einfluss: «Hier zählen nur die Schülerzahlen.»