Klingnau
Klingnauer Friedhof: Eine halbe Million ist gut investiertes Geld

Mit einer kleinen Feier und einer anschliessenden Führung ist der umgebaute Friedhof in Klingnau eingeweiht worden. 450'000 Franken sind investiert worden.

Anna Käthi Fitze
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Einweihung des Klingnauer Friedhofs
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Rund 30 Klingnauer feierten mit.
Der katholische Pfarrer Niko Banovic segnete den Friedhof.

Einweihung des Klingnauer Friedhofs

Anna Käthi Fitze

Für einmal versammelten sich die Einwohnerinnen und Einwohner von Klingnau nicht zu einem traurigen Anlass auf dem Friedhof. Nach abgeschlossenem Umbau lud die Gemeinde zur festlichen Einweihung ein. Etwa 30 Klingnauerinnen und Klingnauer erschienen am Samstagmorgen auf dem Friedhof.

2010 wurde ein Konzept erarbeitet, wie der Friedhof saniert werden soll. In den letzten zehn Monaten wurde umgebaut. Dabei wurden keine Mühen gescheut. Der für den Unterhalt des Friedhofs verantwortliche Beat Schwager hat zusammen mit Jean-Marc Wenger, Leiter des Bauamtes Klingnau, alle Gräber katalogisiert, um einen besseren Überblick zu erhalten. Auch die Bepflanzung wurde überdacht. So ist der Friedhof nicht mehr von einer abschirmenden Hecke umgeben. Auf dem Friedhof sind vermehrt Pflanzen anzutreffen. «Der Friedhof muss belebt werden», sagt Wenger und Schwager ergänzt: «Er soll farbig sein, aber nicht kitschig.» Damit keine Fragen offenbleiben, sind die Pflanzen beschildert.

Brunnen ist ein wichtiges Element

Bei der Einweihungsfeier segnete der katholische Pfarrer Niko Banovic den Friedhof, und bat bei Gott um Schutz für diesen. Eigentlich hätte der Einweihungsakt zusammen mit der reformierten Pfarrerin Annemarie Kirchhofer stattfinden sollen. Sie konnte Kirchhofer aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.

Nach ein paar einleitenden Worten von Gemeinderat Stefan Zurbuchen informierte Petra Schröder, Projektleiterin des Landschaftsarchitekturbüros, über die Neugestaltung. Sie erklärte, dass der neue Brunnen ein wichtiges Element sei: «Der Friedhof ist ein sinnlicher Ort», erklärte sie. Deshalb sei der neue Sandsteinbrunnen nun auch akustisch wahrnehmbar. Die Planer mussten beachten, wo welche Gräber hinkommen sollen. Es gibt Urnengräber, Erdbestattungsgräber und Gemeinschaftsgräber. Der lehmige Boden auf der Nordseite ist für Erdbestattungen weniger geeignet.

Sinnvoll investiertes Geld

Anschliessend an die Einweihungsfeier führte Jean-Marc Wenger die Besucher durch den Friedhof. Wer noch mehr wissen wollte, konnte sich an den aufgehängten Umgestaltungsplänen schlau machen. So konnte man sich davon überzeugen, dass die 450 000 Franken gut investiert wurden. Ein Ziel, das die Gemeinde Klingnau aber noch hat, ist die Renovation der Friedhof-Kapelle.

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