Kleindöttingen
«Villa Corona» darf stehen bleiben: Gemeinderat hat Baubewilligung für das Baumhaus erteilt

Vier Geschwister haben im Böttsteiner Ortsteil Kleindöttingen während des Lockdowns ein Baumhaus gebaut. Lange war nicht klar, ob die Holzhütte stehen bleiben darf.

Stefanie Garcia Lainez
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Die Grosseltern Kurt und Claudia halfen Jordin (links), Carter (rechts), Skyler (weisse Jacke) und Tyrone (auf dem Dach), die «Villa Corona» zu bauen.

Die Grosseltern Kurt und Claudia halfen Jordin (links), Carter (rechts), Skyler (weisse Jacke) und Tyrone (auf dem Dach), die «Villa Corona» zu bauen.

Sandra Ardizzone (17.3.2021)

Seit vergangenem Sommer thront die «Villa Corona» im Böttsteiner Ortsteil Kleindöttingen über dem idyllischen Garten der Familie Kalt. Drei Monate lang sägten, schraubten und hämmerten die vier Geschwister Skyler (5), Carter (7), Jordin (10) und Tyrone (11) zusammen mit ihren Grosseltern und Eltern, bis ihr Baumhaus fertig war. Diesen Frühling lag das nachträgliche Baugesuch für die Hütte auf.

Fünf Monate lang hofften die Kinder, dass sie ihr Baumhaus nicht wieder abreissen müssen. Nun steht fest: Die «Villa Corona» darf stehen bleiben – der Gemeinderat Böttstein hat die Baubewilligung erteilt, wie dem Mitteilungsblatt «Conex» zu entnehmen ist. Das Gleiche gilt auch für das Hühnerhaus, das sich unterhalb der Holzhütte befindet.

Familie hoffte auf positiven Entscheid

«Die Freude ist gross, dass das Baumhaus nicht wieder weg muss», sagt Grossmami Claudia Kalt (66) am Telefon. «Bei uns, aber auch bei den Kindern.» Sie habe auf diesen positiven Entscheid gehofft, und dass bei den Behörden das Feingefühl und Augenmass beim Beschluss mitspielen würde.

Die Geschwister zeigten im Frühling stolz ihr Baumhaus.

Die Geschwister zeigten im Frühling stolz ihr Baumhaus.

Sandra Ardizzone (17.3.2021)

Auf ihrem Baumhaus haben die vier Kinder bereits einiges erlebt. So assen sie schon Schoggi-Fondue in ihrer «Villa Corona». Und Grossmami Claudia Kalt ergänzt: «Sofern sie denn im Pool baden können, sitzen sie danach oft in ihrer Hütte – das Holz sei so schön warm, meinen sie.»

Baumhaus wurde zum Lockdown-Projekt

Die Idee, ein Baumhaus zu bauen, habe die Familie schon lange gehabt, sagte Grossvater Kurt Kalt im März zu dieser Zeitung. Er trat in seinem Transportunternehmen etwas kürzer und kann seither noch mehr Zeit mit seinen Enkeln verbringen. Im Frühling 2020 mit dem Lockdown hatten die drei Generationen, die alle unter einem Dach wohnen, plötzlich viel Zeit und verschiedene Herausforderungen zu meistern.

Da kam das Projekt, ein Baumhaus auf Stelzen zu bauen, gerade recht. Zum einen, um die Kinder nach dem Homeschooling am Morgen sinnvoll zu beschäftigen. Zum anderen ermöglichte das Projekt im Garten, dass die Familie sich trotz Lockdown und Abstandsregeln überhaupt ohne Bedenken sehen konnte.

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