Endingen
Kindergarten im Minergie-Standard ist geplant

Der Gemeinderat Endingen beantragt 4,1 Millionen Franken für den Bau eines neuen Kindergartens. Dieser soll ganz im ökologischen Sinn gebaut werden.

Angelo Zambelli
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Der Geschichte des neuen Endinger Kindergartens mit Primarschulabteilung tritt in die Endphase. Nachdem das aus einem Wettbewerb als Sieger hervorgegangene Projekt an einer Informationsveranstaltung Mitte August und an der Wintergemeindeversammlung 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt worden war, wird den Stimmberechtigten am 27.Januar 2011 im Rahmen einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung ein Verpflichtungskredit über 4,1 Millionen Franken zur Beschlussfassung vorgelegt.

Schlechte Bausubstanz

Der über 40 Jahre alte Kindergarten an der Lochstrasse ist in einem schlechten Zustand und muss durch einen Neubau ersetzt werden. Eine Sanierung kommt wegen der schlechten Bausubstanz nicht infrage. Zudem benötigt die Primarschule weitere Schulräume.

Das von einer Jury als Sieger auserkorene Projekt «la ficelle» (die Schnur) des Architektenbüros BEM in Baden sieht den Bau eines eingeschossigen Gebäudes im Minergie-Standard mit drei Kindergartenabteilungen und einer Primarschulabteilung unterhalb des bestehenden Primarschulgebäudes vor.

Ein Veloweg als Verbindung

Das Raumprogramm umfasst drei Kindergartenabteilungen und eine Primarschulabteilung. Jede Abteilung verfügt über einen Unterrichtsraum und einen Gruppenraum, die durch Garderoben und Nebenräume ergänzt werden. Laut den Ausführungen des Gemeinderates in der Versammlungsunterlage ermöglicht die flexible Grundrissstruktur sowohl eine Nutzung als Kindergarten wie auch eine zusammenhängende Nutzung als Schulraum. Im Projekt vorgesehen ist ein Aussenschulzimmer und ein Spielhang als Ergänzung des Aussenraumangebots.

Der Zugang zum neuen Kindergarten erfolgt von Südosten. Ein Veloweg stellt die Verbindung zwischen den Bündten und dem Bezirksschulhaus her. Der alte Kindergarten und der davorliegende Spielplatz bleiben vorläufig bestehen.

Zwei Bauetappen

Durch das Absenken des Geländes vor dem Primarschulhaus wird erreicht, dass das Gebäude nicht mehr den Eindruck erweckt, versenkt zu sein. In einer ersten Etappe sollen die drei Kindergartengebäude erstellt werden. In der zweiten Etappe wird dem Kindergartentrakt ein dreigeschossiger Kubus dazugestellt. Ein grosszügiger Pausenraum bietet Platz, um zu spielen oder sich auszutoben.

An der Orientierungsveranstaltung im August 2010 wurde die Frage des Spielraums um die geplanten Kindergärten herum aufgeworfen. Einige Eltern beurteilten diese Frage als ungenügend geklärt.

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