Rekingen
«Kinder und jugendfreundlich»: Rekingen strebt Unicef-Labels als

Die Gemeinde hat ein Leitbild für die Kinder- und Jugendarbeit erarbeitet und sich auf den Weg gemacht, das Label als «Kinder- und jugendfreundliche Gemeinde» der Unicef zu erwerben.

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Die Kinder von Rekingen stehen im Mittelpunkt des Leitbilds. ZVG

Die Kinder von Rekingen stehen im Mittelpunkt des Leitbilds. ZVG

Wann ist eine Gemeinde kinder- und jugendfreundlich? Wenn sie einen tollen Spielplatz bauen lässt, einen Jugendraum betreibt, für attraktive Freizeitangebote sorgt? Wenn die Trottoirs breit und viele Fussgängerstreifen vorhanden sind? Wenn Behörden und Verwaltung sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen interessieren und engagieren, mit ihnen im Gespräch sind?

Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich in Rekingen seit 2010 eine gemeinderätliche «Jugendkommission». Sie wird geleitet von Gemeinderat Christian Trottmann und setzt sich zusammen aus Philipp Dodane, Mauro Frangi, Bruno Leber und Peter Wunderlin.

Leitbild schafft Rahmenbedingungen

2010 trat die Jugendkommission mit einem 1.-August-Event und einer Filmnacht erstmals öffentlich in Erscheinung. 2011 wurde im Rahmen der 750-Jahr-Feierlichkeiten der Open-Air-Anlass «Chili Garden» umgesetzt. Mehr und mehr wurde aber klar, dass die Grundsatzdiskussionen über Zweck und Ausrichtung der Kommission nur dann ein Ende finden, wenn ein breit abgestütztes Leitbild die Zielrichtung vorgibt.

Die Kommission sah ihre Aufgabe zunehmend darin, Rahmenbedingungen für eine attraktive Jugendarbeit zu schaffen, Projekte anzustossen und zu beraten und weniger darin, Anlässe durchzuführen und Angebote bereitzustellen. Ende 2011 fiel der Entscheid, ein Leitbild für die Jugendarbeit in Rekingen zu erarbeiten.

Mit Unterstützung des erfahrenen Beraters und Organisationsentwicklers Arsène Perroud aus Wohlen entwickelte die «Kinder- und Jugendkommission Rekingen» innert weniger Monate Visionen, Leitsätze und Massnahmen, die im «Jugendleitbild Rekingen» festgehalten wurden.

Das Leitbild zeigt auf, welche Potenziale für eine attraktive Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Rekingen bereits vorhanden sind, zeigt aber auch auf, mit welchen Schwierigkeiten und Herausforderungen die Gemeinde sich auseinandersetzen muss.

Mehrere Massnahmen wurden formuliert, die gleichbedeutend sind mit ersten Schritten auf dem Weg zur Realisierung der Vision. So soll in Rekingen in Zusammenarbeit mit der Schule langsam wieder ein von Jugendlichen getragener Jugendtreff entstehen, die Aktion «Kindernähe» soll die Behörden für Kinder- und Jugendanliegen sensibilisieren, Rekingen soll das Label «Kinder- und jugendfreundliche Gemeinde» der Unicef erwerben, die attraktive Schulanlage soll zur Begegnungszone für Jung und Alt werden, eine Konferenz der Jugendverantwortlichen soll die Zusammenarbeit in Kinder- und Jugendfragen stärken. (AZ)