Bad Zurzach
Kardinal Koch aus Rom war am Verenatag zu Besuch

Der Innenraum des Verenamünsters wurde eben umfassend saniert. Am 1. September, dem Verenatag, segnete nun Kardinal Kurt Koch das Verenamünster neu ein. Die Zurzacher erschienen zahlreich.

Christian Roth
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Die Bänke des Verenamünsters waren voll besetzt
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Kardinal Koch zu Besuch am Verenatag in Bad Zurzach
Verenatag in Bad Zurzach
Verenatag in Bad Zurzach
Kardinal Koch segnet die Gläubigen
Kardinal Koch
Kardinal Koch
Verenatag in Bad Zurzach
Verenatag in Bad Zurzach
Verenatag in Bad Zurzach
Verenatag in Bad Zurzach
Verenatag in Bad Zurzach
Verenatag in Bad Zurzach
Verenatag in Bad Zurzach
Verenatag in Bad Zurzach
Verena-Wein wurde angeboten

Die Bänke des Verenamünsters waren voll besetzt

Christian Roth

Am 1. September wurde in Bad Zurzach der Verenatag gefeiert – und diesmal war einiges anders als in früheren Jahren: Weil der Innenraum des Münsters vom September 2010 bis Mai 2011 für rund 1.8 Millionen Franken umfassend renoviert worden ist, stand eine Einsegnung an. Dafür gewinnen konnten die Zurzacher Katholiken Kardinal Kurt Koch, den Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen.

Er war es, der sich als Bischof von Basel dafür eingesetzt hatte, dass die heilige Verena 2003 neben Urs und Viktor zur Co-Patronin des Bistums Basel erhoben wurde. Normalerweise wird der Festgottesdienst am Namenstag der heiligen Verena, die in Zurzach begraben liegt, von einem Bischof oder einem Abt geleitet.

Einfaches Mittagessen

Entsprechend dem hohen Gast waren die Bänke des Zurzacher Verenamünsters schon lange vor Gottesdienstbeginn voll besetzt und es mussten Stühle aufgestellt werden. Ökumenisch von Mitgliedern des reformierten Kirchenchors unterstützt, trug der Münsterchor unter der Leitung von Jörg Hoffarth die Missa in C von Ernest Frauenberger vor.

Als Gast dabei war neben verschiedenen geistlichen Würdenträgern und Behördenmitgliedern auch der koptische Bischof von Theben aus der oberägyptischen Heimatstadt der heiligen Verena. Nach einem Apéro waren die Gottesdienstbesucher zu einem einfachen Mittagessen im Gemeindezentrum eingeladen, wo für ein Hilfsprojekt im Südsudan gesammelt wurde.

Katholiken empfingen Einzelsegen

Um 14 Uhr ging es schliesslich mit einem Festakt und Dankgebet weiter. Neben Gemeindeammann Franz Nebel und Pfarrer Urs Zimmermann kamen Mitglieder der Kirchgemeinde und der Baukommission zu Wort, die von einer intensiven Bauzeit berichteten. Dank auszusprechen galt es für die vielen Leute, die beruflich oder ehrenamtlich an der grossen Arbeit beteiligt waren. Einen speziellen Applaus verdient hatten sich die Sakristanin und der Sakristan, die unter anderem für den Umzug aller nötigen Einrichtungen in die obere Kirche – und wieder zurück – besorgt waren.

Nach dem Singen des Verenaliedes «Vom Morgenlande kamst du her...» und weiteren musikalischen Beiträgen von Orgel, Trompete und der Sopranistin Susanne Oldani nutzten viele Anwesende die Gelegenheit, einen Einzelsegen mit den Reliquien im Stein zu empfangen.

Viel Spannendes zu entdecken

Arthur Vögele, Präsident des Stiftungsrates der St. Verena Stiftung, zeigte später in einer Münsterführung viele spannende Aspekte auf, von der Krypta mit dem Verenagrab über das Chorgestühl und die Bilderzyklen bis zum frisch renovierten Brunnen. Für einmal gab es auch Gelegenheit, hinter den Hauptaltar im Chor der Kirche zu blicken.

Ebenso zu sehen war – hinter Glas – der reiche Kirchenschatz mit Goldschmiedearbeiten, Reliquien, Kreuzen, Krügen und Kelchen. Vögele berichtete unter anderem davon, dass viele Adlige mit Kinderwunsch in Zurzach bei der heiligen Verena um Nachwuchs beteten. Ob man die heilige Verena verehrt oder nicht: Nach der Renovation lohnt es sich nun umso mehr, das Zurzacher Verenamünster zu besuchen und seine vielfältigen Kulturschätze aus vielen Jahrhunderten zu bestaunen.

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