Regionalpolizei Zurzibiet
Kantonsrekord fürs Zurzibiet: Jeder fünfte Autofahrer zu schnell

Polizeichef René Lippuner spricht von einer «besorgniserregenden Entwicklung»: 21 Prozent der Autofahrer fuhren letztes Jahr auf Zurzibieter Strassen innerorts zu schnell.

Pirmin Kramer
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Verkehrskontrollen

Verkehrskontrollen

Chris Iseli

Man habe im Vergleich zum Vorjahr eine massive Zunahme bei den Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt, sagt René Lippuner, Chef der Regionalpolizei Zurzibiet.

Auf den Strassen des Bezirks waren innerorts 21 Prozent der Autos zu schnell unterwegs – 2011 waren es noch 18 Prozent gewesen. Die Zunahme von 3 Prozent erscheine auf den ersten Blick gering, sei aber in Tat und Wahrheit «massiv», sagte Lippuner bei der Präsentation des Jahresberichts.

«Wir sind zwar kein Volk von Rasern, aber die 21 Prozent sind kantonal ein Spitzenwert, keine andere Regionalpolizei hat solch hohe Übertretungswerte festgestellt.»

Repol: Die Zahlen 2012

Im vergangenen Jahr hat die Regionalpolizei Zurzibiet 22 103 Arbeitsstunden verrichtet. Die Beamten wurden 1148 Mal für Einsätze aufgeboten (Vorjahr: 1240). Die Piketteinsätze sanken um rund 25 Prozent von 226 auf 170. Grund für diese Abnahme: Es seien vermehrt Spätpatroullien unterwegs gewesen, man habe darum mehrmals auf Piketteinsätze verzichten können, sagt Polizeichef Lippuner. Ein Drittel der Arbeitszeit wurde für administrative Arbeiten verwendet - diese Zahl nehme leider stetig zu. Stark beschäftigt war die Regionalpolizei letztes Jahr mit dem Projekt «Crime Stop» - rund 450 Stunden haben die Polizisten für die Überwachung der Asylunterkünfte aufgewendet. Am meisten Zeit haben Polizisten in Bad Zurzach (1243 Stunden) verbracht, am wenigsten in Böbikon (19 Stunden). 66 Mal seien Jugendliche wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt worden - kantonaler Rekord. (PKR)

Tempo-Trend setzt sich 2013 fort

Die Entwicklung im letzten Jahr sei besorgniserregend, sagt Lippuner. Der Trend habe sich in den ersten Wochen des neuen Jahres fortgesetzt: In den ersten drei Monaten liege die Übertretungsquote bei 25 Prozent; betrachte man die letzten zwei Wochen separat, sei sogar jeder dritte Autofahrer innerorts zu schnell gefahren.

Über die Gründe konnte auch Peter Bühlmann, Präsident des Repol-Führungsausschusses, nur rätseln: «Wir haben zuletzt seltener Tempo-Messungen gemacht. Es stellt sich die Frage, ob die Autofahrer schneller fahren, weil sie denken, dass sie nicht kontrolliert werden.»

Lippuner: «Wir werden nun Gegensteuer geben und wieder mehr Kontrollen machen.»

Insgesamt sei 2012 ein erfolgreiches Jahr gewesen, bilanzierte Lippuner. 1148 Mal seien Beamte im vergangenen Jahr von der Einsatzzentrale der Kantonspolizei oder von den Polizeiposten Klingnau und Bad Zurzach aufgeboten worden – im Vorjahr wurden 1240 Einsätze gezählt.

«In den Jahren zuvor war die Zahl der Einsätze stetig angestiegen, wir sind erleichtert, dass sie nun erstmals wieder gesunken ist», sagte Bühlmann. Eine weitere gute Nachricht: Seit letztem Jahr kann die Regionalpolizei wieder auf die Dienste eines Polizeihundes zählen.

Polizeihündin Meena ist mit sechs Monaten schon im Einsatz.

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Aargauer Zeitung

Meena ist zwar erst 6 Monate alt, aber sie nehme bereits ab und zu an Einsätzen teil, um sich an ihr künftiges Leben als Polizeihündin zu gewöhnen, sagt Hundeführerin Sonja Gaxer.

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