Reuenthal
In Reuenthal wird Landstück abgesperrt, weil es sich absenkt

Auf dem Reuenthaler-Plateau, im Gebiet «Chrüzli», wird ein rund 50 Meter breites Landstück aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Es sinkt ab. Unter der landwirtschaftlich genutzten Fläche befindet sich das ehemalige Gipsbergwerk Felsenau.

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Das betroffene Landstück.

Das betroffene Landstück.

Angelo Zambelli

Im vergangenen Frühjahr war eine Terrainabsenkung festgestellt worden. Fachleute haben das Gebiet genauer untersucht und können nicht ausschliessen, dass sich der Boden weiter senkt. Um eine Gefährdung auszuschliessen, hat die Besitzerin des Gipsbergwerks, die AG Hunziker, eine Tochtergesellschaft der Holcim (Schweiz) AG, beschlossen, das Gebiet grossräumig abzusperren. In den letzten Tagen wurden kantonale und kommunale Behörden über den geplanten Schritt informiert. Ebenso fand laut Mitteilung ein Gespräch mit den betroffenen Landwirten statt. Sie sollen für den Ertragsausfall entschädigt werden.

Im betroffenen Gebiet sind in einer Tiefe von rund 80 bis 120 Metern gips- und anhydrithaltige Schichten, die von mächtigen Schichten aus Dolomit- und Kalkfels überlagert sind. Über dem Fels ist eine rund 50 Meter dicke Schotterschicht aus sandigem Kies. Die natürliche Verkarstung des Dolomit- und Kalksteins durch Lösungsprozesse führte im Fels lokal zu dolinenartigen Schloten. In diese Hohlräume kann der darüberliegende Schotter nachrutschen. Bricht ein solcher Karstschlot in die Stollen des ehemaligen Gipsbergwerkes ein, so rutscht der Schotter nach und verfüllt diese. Das Volumen ist jedoch beschränkt und abschätzbar. (AZ)