Döttingen/Klingnau/Kleindöttingen
Hochwasser: Die Stausee-Anwohner können aufatmen

Die Zahlen sind eindrücklich: Für die Erhöhung der Hochwasserschutzdämme im oberen Bereich des Klingnauer Stausees sind rund 10000 Kubik Beton verbaut sowie rund 26000 Kubik Erdreich und Kies aufgeschüttet worden.

Angelo Zambelli
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Um diese Materialmengen ans richtige Ort zu bringen, waren rund 3000 Lastwagenfahrten notwendig.

Nun ist das grosse Bauwerk, in das die Aarewerke AG rund 6 Millionen Franken investiert, bis auf die Bepflanzung und die Teerung der Dammkrone abgeschlossen. «So Gott will, ist die Sicherheit vor Hochwasser gewährleistet», drückt sich Andreas Suter, Leiter des Kraftwerks Klingnau, vorsichtig aus. «Die Dämme und Mauern stellen einen gewaltigen Fortschritt dar. Wir sind stolz auf das Geleistete.»

Die Dammerhöhung samt den zahlreichen Bauwerken auf der linken und der rechten Aareseite ist die zweite Schutzmassnahme nach dem Abbruch der Klingnauer Halbbrücke im Herbst 2005. Als dritte Massnahme ist die Ausbaggerung eines Seitenarms im verlandeten Teil des Klingnauer Stausees vorgesehen.

Blocksteine: Probe bestanden

Die Aarewerke AG hat dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt Anfang Mai 2008 das Bauprojekt für die Erhöhung der Hochwasserschutzdämme im Aarestau eingereicht.

Seither ist einiges realisiert worden. Rechtsseitig schützt eine Betonmauer das Schwimmbad Döttingen vor Überflutung. Entlang der Badstrasse ist das Aareufer mit massiven Steinblöcken, die den Sitztest beim diesjährigen Winzerfest mit Bravour bestanden haben, bestückt worden.

Betonwand mit Freibord versehen

Der Dammweg wurde bis 400 Meter unterhalb der Aarebrücke von Döttingen nach Kleindöttingen angehoben und luftseitig mit Steinkörben verstärkt. Zur Sicherung der dahinter- liegenden Siedlung wurde der Damm unterhalb der Aarebrücke aufgeschüttet und die Betonwand wie alle anderen Mauern und Dämme mit einem Freibord von 80 Zentimetern versehen.

Das Freibord dient als Sicherheitszone zwischen dem zu erwartenden Wasserspiegel bei einem Spitzenabfluss von 2600 Kubikmetern pro Sekunde und der Damm- respektive Mauerkrone.

Auf einer Länge von rund 400 Metern wurden verschiedene Bauwerke wie Treppen und Wege realisiert, die für das Publikum den Zugang zum Damm sicherstellen. Noch nicht realisiert ist die Teerung des Damms.

Diese Arbeiten werden nachgeholt, sobald es die Witterung erlaubt. «Wir werden dafür sorgen, dass der Gippinger Stauseelauf an Silvester auf jeden Fall durchgeführt werden kann», versichert Werkleiter Andreas Suter.

Linksseitige Massnahmen

Grosse bauliche Anstrengungen zur Verbesserung der Hochwassersicherheit sind auch am linken Aareufer unternommen worden. Ab dem Fischergrien beim Weiler Eien ist der Damm erhöht worden und sorgt auch da für mehr Sicherheit bei Hochwasser.

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