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Herber Rückschlag: Endingen verliert in Steffisburg nach Krimi in Schlussphase

Gegen die stark aufspielenden Berner Oberländer kann Handball Endingen sein Potenzial nicht ausschöpfen – und verliert mit 25:26.

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Ivan Koncul zeichnet sich als sicherer 7-Meter-Schütze aus.

Ivan Koncul zeichnet sich als sicherer 7-Meter-Schütze aus.

Pedro Gisin

Gleich im ersten Angriff verwandelte der Endinger Neuzugang Ivan Koncul den ersten Siebenmeter, und als in der Rok Maric in der 9. Spielminute zur 3:1-Führung einnetzte, schienen die Weichen für einen erfolgreichen Endinger Handballabend gestellt. Doch ein 5:0-Lauf des Heimteams machte diesem Ziel einen argen Strich durch die Rechnung.

Die Steffisburger spielten mutig und mit viel Selbstvertrauen auf, worauf die Endinger weder im Angriff noch in der Abwehr eine klare Antwort fanden. Nach dem Zwischensprint der Oberländer fing sich das Gästeteam wieder etwas und konnte mehrmals auf ein Tor aufschliessen.

In der 19. Spielminute ereignete sich eine skurrile Szene: Der von Wacker Thun stammende Ivan Chernov ging mit dem Knie zu Boden und riss ein 10 Zentimeter grosses Loch in den Hallenboden. Mit Tape wurde es provisorisch geschlossen.

Kurz vor der Pause glich Ivan Koncul per Siebenmeter (13:13) aus, ehe Joel Christinat die Hausherren mit einem Treffer in Führung brachte.

Auch unter Bedrängnis kann sich Rok Maric am Kreis durchsetzen.

Auch unter Bedrängnis kann sich Rok Maric am Kreis durchsetzen.

Bild: Pedro Gisin

Krimi in der Schlussphase

In der Pause war die Botschaft von Trainer Zoltan Majeri klar. Im Angriff den Ball besser laufen lassen und in der Deckung die Mitte zustellen, damit die Steffisburger in der eh schon sehr engen Halle über die Flügel spielen müssen. Diese Vorgaben setzten die Endinger, lautstark unterstützt von ihrem mitgereisten Fans, nur bedingt um. Die Oberländer schafften es immer wieder, ein bis zwei Tore vorzulegen. In den letzten Minuten kam es zu einem wahren Krimi. Nils Stettler sorgte mit seinem Treffer eine Minute vor Spielende für das 26:25-Schlussresultat.

Im letzten Angriff konnten die Endinger – mit einer 2-Minuten Zeitstrafe gehandicapt – den Ausgleich nicht erzielen. Schlussendlich ging der Sieg trotz aufopferungsvollem Kampf verdient an die Steffisburger.

Flügelspieler Yannick Mühlebach muss in der engen Steffisburger Halle viel Verantwortung übernehmen.

Flügelspieler Yannick Mühlebach muss in der engen Steffisburger Halle viel Verantwortung übernehmen.

Bild: Pedro Gisin

Den Rückschlag als Chance nutzen

Eine Niederlage im ersten Spiel ist sicherlich ein herber Rückschlag für die ambitionierten Endinger. Dieses Spiel kann jedoch auch als Lehrstunde verstanden werden. Wenn die richtigen Schlüsse gezogen werden, wird das Team gestärkt aus diesem Spiel hervorgehen.

Viel Zeit für die Aufarbeitung bleibt aber nicht, da am Freitag bereits das nächste Spiel gegen den HS Biel ansteht. Dies wird der Mannschaft aber bestimmt entgegenkommen, den eines war klar nach dem Spiel, so etwas will die Mannschaft nicht auf sich sitzen lassen.

Trotz vereinten Kräften reicht es den Endingern nicht für die angestrebten zwei Punkte. Im Tor der Neuzugang Lars Gross.

Trotz vereinten Kräften reicht es den Endingern nicht für die angestrebten zwei Punkte. Im Tor der Neuzugang Lars Gross.

Bild: Pedro Gisin

Matchtelegramm

TV Steffisburg – Handball Endingen 26:25 (14:13)

Musterplatzhalle Steffisburg. – 160 Zuschauer. – Schiedsrichter: Daniel Keiser, Michael Rottmeier.
Handball Endingen: Dario Ferrante (6 Paraden), Lars Gross (1 Parade); Ivan Koncul (7 Tore), Lukas Riechsteiner (2), Filip Begic (2), Yannick Mühlebach (1), Noah Grau (3), Marco Giovanelli, Leandro Lüthi, Rok Maric (2), Justin Larouche (3), Olufemi Onamade (4)
Bemerkungen: Nino Grzentic (verletzt), Yves Mischler (krank)

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