AKW Beznau
Greenpeace-Aktivisten werden mit Kran geborgen – 58 blüht eine Anzeige

Rund 12 Stunden nach dem Start der Anti-AKW-Aktion von Greenpeace hat die Polizei ihren Einsatz beendet. Die Aktivisten sind friedlich geblieben. Nicht alle sind aber von selbst wieder von den Gebäuden und Dächern heruntergekommen.

Philipp Zimmermann
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Einige Aktivisten können nur mit Hilfe der Betriebsfeuerwehr geborgen werden.

Einige Aktivisten können nur mit Hilfe der Betriebsfeuerwehr geborgen werden.

Kapo AG

Der Polizeieinsatz beim AKW Beznau ist am Mittwoch um 19.15 Uhr beendet worden, teilt die Kantonspolizei mit. Um 7 Uhr hatten die Aktivisten ihre Aktion gestartet und sich illegal Zugang zum AKW-Gelände verschafft, indem sie über Zäune geklettert waren.

Die Polizei kontrollierte am Mittwoch 68 Personen. Die 58 Personen, die sich widerrechtlich Zugang zum Areal verschafft hatten, hätten sich während des Polizeieinsatzes friedlich verhalten und keinen körperlichen Widerstand geleistet. Sie wurden aber an die Staatsanwaltschaft wegen Hausfriedensbruchs verzeigt.

Einige der Aktivisten, die sich zum Teil mehrere Meter über Boden angeseilt an Gebäuden und auf Dächern befanden, haben sich laut Kantonspolizei «einsichtig gezeigt» und «der polizeilichen Aufforderung Folge geleistet». Andere dagegen weigerten sich. «Sie wurden mit Unterstützung eines Einsatzfahrzeuges der Betriebsfeuerwehr (mit Kran) in der Höhe abgeholt und ohne Gewaltanwendung geborgen.»

Greenpeace wählt dafür eine andere Sprache. In der Mitteilung der Organisation heisst es, am Abend hätten die letzten Kletterer das Atomkraftwerk-Gelände verlassen. Teilweise hätten sie das freiwillig getan, teilweise seien sie «geräumt» worden. (pz)

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Michael Würtenberg/Ex-Press