Full-Reuenthal
Gotteshäuschen wird renoviert – dank Spenden

Endlich hat der Kapellenverein, die die römisch-katholische Kapelle aus dem Jahr 1795 besitzen, das nötige Kleingeld für eine Renovation. 350000 Franken konnten aufgetrieben werden – dank Spenden aus verschiedenen Quellen.

Drucken
Teilen
Die Kapelle in Full muss mit viel Aufwand saniert werden.

Die Kapelle in Full muss mit viel Aufwand saniert werden.

PKR

Die Geschichte der kleinen Kapelle in Full-Reuenthal ist mittlerweile ganz schön lang: Vor über drei Jahren entdeckte man am Gotteshäuschen Bauschäden von einer knappen halben Million Franken. Diagnose: Rennovation unumgänglich.

Doch die römisch-katholische Kapelle aus dem Jahr 1795 gehört dem Kapellenverein. Und der hat nicht das nötige Kleingeld. Er sammelte deshalb seit Ende 2012 Spenden, damit seine Kapelle wieder in neuem Glanz erstrahlen kann. Immer wieder las man von neuen Aufrufen, sie klangen immer dringender.

Jetzt, endlich, ist genügend Geld beisammen, um mit der Renovation zu beginnen. «Es fehlen zwar noch immer rund 150 000 Franken, aber die Kirchgemeinde Leuggern gewährt uns ein zinsloses Darlehen, bis wir das fehlende Geld aufgetrieben haben», sagt Franz Schmid, Präsident des Kapellenvereins Full.

Man habe sich deshalb entschlossen, mit den Arbeiten zu beginnen. «Auch, weil die ersten Spenden bereits so lange zurückliegen, dass erste Fragen auftauchen, wann denn endlich etwas passiert.»

Und so begannen die Arbeiter Ende Mai damit, die Kapelle auszuräumen. Denn auch die Bilder und Altäre sollen restauriert werden. «Das ist eine der aufwendigsten Arbeiten», sagt Franz Schmid. Sie werden bis im nächsten Frühling dauern. Die Einweihung ist für Auffahrt geplant. Die Aussenfassade soll schon im Herbst fertig sein.

Die rund 350 000 Franken, die der Kapellenverein erhalten hat, stammen aus verschiedenen Quellen. Neben Privatpersonen und dem umliegenden Gewerbe beteiligt sich auch der Denkmalschutz mit einem «nennenswerten» Betrag, wie Schmid sagt.

Auch aus dem Kulturfonds der Gemeinde Full-Reuenthal fliesst Geld, und die Vereine der Nachbarskapellen verzichten zugunsten der Renovation auf einen Teil ihres Jahresbeitrags, den sie von der Kirchgemeinde Leuggern erhalten. Zudem fliesst oft die Kollekte aus Beerdigungen in Leuggern in den Renovationstopf.

Es scheint also, als habe Franz Schmid bereits alle möglichen Quellen angezapft. Er ist trotzdem zuversichtlich, dass die restlichen 150 000 Franken noch zusammen kommen – «schliesslich ist die Kapelle ein wichtiges Kulturgut», meint er.

Aktuelle Nachrichten