Würenlingen
Gmeind sagt Ja für ein Kindergarten-Provisorium an der Gartenstrasse

Ohne Gegenstimme hat die Gemeindeversammlung ein Kindergarten-Provisorium bewilligt. Es wird die Zeit bis zum Bau und Bezug des neuen Kindergartens überbrücken, der durch eine Beschwerde verzögert wird.

Louis Probst
Merken
Drucken
Teilen
Der Kindergarten Dorf: Bis zum Fertigstellung des neuen Provisoriums werden hier weiterhin Kindergärtler ein- und ausgehen.

Der Kindergarten Dorf: Bis zum Fertigstellung des neuen Provisoriums werden hier weiterhin Kindergärtler ein- und ausgehen.

Angelo Zambelli

«Wir kommen beim Kindergarten einen Schritt voran», stellte Gemeindeammann André Zoppi zur Zustimmung zum Kredit von 240 000 Franken für das Kindergarten-Provisorium fest. Das Provisorium wird auf einer Parzelle der Ortsbürgergemeinde an der Gartenstrasse aufgestellt. Der Baurechtsvertrag ist vorgängig zur Einwohner- auch von der Ortsbürgergemeindeversammlung gutgeheissen worden.

Das Provisorium wird nötig, nachdem das Projekt für einen neuen Kindergarten durch eine Gemeindebeschwerde verzögert wird. Die Beschwerde ist inzwischen zwar abgewiesen worden. Steigende Schülerzahlen erfordern aber bereits auf Beginn des Schuljahres 2014/15 mehr Raum für den Kindergarten.

Aus der Gemeindeversammlung wurde die Frage gestellt, ob eine rechtliche Handhabe bestehe, um die Beschwerdeführer für den Mehraufwand von 240 000 Franken, der jetzt der Gemeinde durch das Provisorium entsteht, zu belasten. Wie der Gemeindeammann sagte, besteht jedoch kein Rechtsanspruch auf eine Entschädigung.

Kunstrasen statt Sand

Genehmigt wurde auch der Kredit von 650 000 Franken für die Sanierung des Sandplatzes beim Sportplatz Kuhgässli. Der Platz wird, so Gemeinderätin Regula Schneider, einen Kunstrasen erhalten und kann damit ganzjährig genutzt werden.

Bewilligt wurden die Kredite im Gesamtumfang von 520 000 Franken für den Ausbau des Affander- und des Erbsackerweges sowie für die Anpassung von Werkleitungen.

Ein Antrag aus der Versammlung, der verlangte, drei Bäume, die dem Strassenbau weichen müssen, zulasten des Strassenraumes zu erhalten, wurde mit 67 gegen 24 Stimmen abgelehnt. Vizeammann Josef Schmidlin wies zu diesem Antrag auf die Bestimmungen des Erschliessungsplans hin, der nicht verwässert werden sollte.

Ja zu Budget und Steuerfuss

Ohne Diskussion und ohne Gegenstimmen wurden das Budget 2014 – das unter dem Strich von einem positiven Ergebnis von 568 000 Franken ausgeht – sowie der unveränderte Steuerfuss von 95 Prozent gutgeheissen.

Bei der Orientierung über den Investitions- und Finanzplan der Einwohnergemeinde für den Zeitraum 2014 bis 2018 stellte Gemeindeammann Zoppi fest, dass die Gemeinde «im Moment sehr gut» dastehe. Immerhin erzielte Würenlingen in den letzten fünf Jahren, dank teils ausserordentlich guten Abschlüssen, einen Cash Flow von knapp 15 Millionen Franken. Damit konnten Investitionen im Umfang von 5,4 Millionen Franken vollständig aus eigenen Mitteln finanziert und die Schulden zur Gänze abgetragen werden.

Ohne Gegenstimmen sicherte die Gemeindeversammlung, an der 162 von 2640 Stimmberechtigten teilnahmen, vier Gesuchstellenden die Aufnahme ins Gemeindebürgerrecht zu.

Im Anschluss an die Versammlung verabschiedete Gemeindeammann Zoppi austretende Kommissionsmitglieder und Joe Merki, der während 12 Jahren dem Gemeinderat angehört hat.