Schneisingen
Gmeind bringt Bahnhof "Niederweningen-Schneisingen" wieder aufs Tapet

Die Stimmbürger genehmigten am Freitag nicht nur Rechnung 2014 und einen Kredit für die Wasserversorgung. Sie wollen auch, dass der Gemeinderat das Thema Bahnhof-Umbenennung noch einmal aufgreift.

Nadja Rohner
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Bahnhof Niederweningen.

Bahnhof Niederweningen.

Dieter Minder

Von total 972 Schneisinger Stimmberechtigten nahmen am Freitagabend 72 an der Gemeindeversammlung teil.

Damit wurde das Quorum nicht erreicht, alle Beschlüsse unterstehen dem fakultativen Referendum. Die Schneisinger haben laut Gemeindeschreiber Beat Rohner alle Traktanden diskussionslos und einstimmig oder mit sehr grossem Mehr gutgeheissen.

Darunter auch den beantragten Kredit über 130'000 Franken für den "Ringschluss Wasserversorgung" im Mitteldorf.

Weil dort eine grössere Überbauung mit 92 Wohneinheiten geplant ist, muss das Wasserversorgungsnetz ergänzt werden.

Genehmigt wurde auch die Rechnung 2014 der Einwohnergemeinde: Sie schliesst mit einem Minus von rund 66'000 Franken. Budgetiert war ein Minus von 261'400 Franken.

Unter "Verschiedenes" hat der Gemeinderat seine Sicht betreffend der Umbenennung des Bahnhofs dargelegt. Im Vorfeld hatte das Gremium prüfen lassen, ob es möglich wäre, den S-Bahnhof Niederweningen in Niederweningen-Schneisingen umtaufen zu lassen (az berichtete).

Da es sich um eine Endhaltestelle der S5 handelt, würde "Schneisingen" dann auch in sämtlichen Fahrplänen namentlich aufgeführt.

Wegen der zu erwartenden Kosten von bis zu 100'000 Franken und angesichts der angespannten Finanzssituation der Gemeinde hatte der Gemeinderat die Idee aber wieder verworfen.

Gemeindeammann Adrian Baumgartner erklärte kürzlich gegenüber der az, für die Umbenennung brauche es eine Bewilligung von den SBB und vom Bund.

Die Chancen darauf stünden nicht schlecht, eine Garantie gebe es jedoch nicht. Bevor das Bewilligungsverfahren überhaupt eingeleitet würde, müsste sich Schneisingen bereit erklären, sämtliche Kosten einer Umbenennung zu übernehmen.

Dies würde laut Gemeindeammann rund zwei bis drei Prozent der Steuereinnahmen ausmachen. Der Gemeinderat habe abwägen müssen und entschieden, dass der Marketingnutzen dafür nicht hoch genug sei, so Baumgartner.

Die Schneisinger hatten erst aus der Zeitung erfahren, dass der Gemeinderat überhaupt erste Abklärungen zur Bahnhof-Umbenennung getätigt hatte.

Im Rahmen des Landammann-Stammtisches am Donnerstagabend im "Alpenrösli" war zu vernehmen, man wünsche sich vom Gemeinderat mehr Standortmarketing.

Ein Stimmbürger kündigte bereits einen Überweisungsantrag für die Gemeindeversammlung an. Dieser wurde am Freitagabend dann auch gestellt und laut Gemeindeschreiber Beat Rohner mit 56 Ja zu 14 Nein angenommen.

"Dies bedeutet, dass nun der Gemeinderat zuhanden der nächsten Gemeindeversammlung ein entsprechendes Traktandum vorbereiten und zur Beschlussfassung vorlegen wird", so Rohner.

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