Klingnau
Gemeinderats-Wahlen: Zwei Kandidaten wurden angemeldet

Weil Vizeammann Stefan Zurbuchen demissioniert hat, muss Klingnau einen Sitz im Gemeinderat neu besetzen. Bis Freitagmittag konnten Wahlvorschläge eingereicht werden – es kommt zu einer Kampfwahl.

Nadja Rohner
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Klingnau wählt im Juni einen neuen Gemeinderat.

Klingnau wählt im Juni einen neuen Gemeinderat.

Angelo Zambelli

Laut Samuel Breitenstein, stellvertretender Gemeindeschreiber von Klingnau, sind zwei Anmeldungen für die bevorstehenden Gemeinderatswahlen eingegangen. Wenig erstaunlich handelt es sich dabei einerseits um Reinhard Scherrer (CVP). Er war bereits im März zur Wahl angetreten, als der freie Ammann-Sitz hätte besetzt werden sollen. Scherrer wurde zwar als Ammann, nicht aber als Gemeinderat gewählt und konnte das Ammann-Amt deshalb nicht antreten. Der zweite Wahlvorschlag wurde erst wenige Stunden vor Ablauf der Frist eingereicht. Es handelt sich um Walter Aeberhard (parteilos). Der Künstler ist in Klingnau bestens bekannt, war Präsident der Kulturkommission und hat eine Atelier-Galerie an der Weierstrasse.

Neben den angemeldeten Kandidaten können im ersten Wahlgang am 14. Juni alle stimmberechtigten Klingnauer gewählt werden. Die vakanten Ämter der Ammans und Vizeammanns werden im Herbst vergeben, wenn der Gemeinderat wieder komplett ist.

Wie angekündigt mischt die FDP Ortspartei nun auch im Wahlkampf mit. Im Vorfeld der Gemeinderats und Ammann-Wahlen vom März hatte sie stets betont, neutral zu sein. Nachdem die Unterstützer von CVP-Mitglied Reinhard Scherrer nach dessen Nicht-Wahl in den Gemeinderat eine Wahlbeschwerde eingereicht hatten, erklärte die FDP ihre Neutralität für beendet.

FDP-Ortsparteipräsident Guido Vogel sagte gestern auf Anfrage: «Wir haben Gespräche mit verschiedenen Personen in Klingnau geführt, auch mit Walter Aeberhard. Und wir haben ihm mitgeteilt, dass wir ihn bei einer Kandidatur unterstützen. In diesem Sinne werden wir Aeberhard als parteilosen Gemeinderatskandidaten ab sofort portieren.»

Der Vorstand der FDP sei seit Beginn der Wahlen im letzten Herbst «bestrebt, der Klingnauer Bevölkerung eine Auswahl an Kandidaten zu präsentieren, dies unabhängig politischer Prägung». Nun habe die Bevölkerung diese Auswahl und «einem ausgewogenen, fairen Wahlkampf stünde nichts im Weg», so Vogel weiter. Wichtig sei, dass in Klingnau wieder Ruhe einkehre.

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