Zurzibiet Regio
Gemeinden sollen bei Energieeffizienz mit gutem Beispiel vorangehen

Bei gemeindeeigenen Liegenschaften soll die Energieeffizienz gesteigert werden. Der Gemeindeverband Zurzibiet Regio führte hierzu im Axporama in Böttstein einen öffentlichen Anlass zu diesem Thema durch.

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Die Sanierung von Gebäudehüllen kann dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken. (Symbolbild)

Die Sanierung von Gebäudehüllen kann dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken. (Symbolbild)

Keystone

Im Rahmen der Energieberatung Aargau werden Gemeinden durch regionale Beratende unterstützt. Diese Gemeindeberatenden betreiben Öffentlichkeitsarbeit und sind Ansprechpartner für Veranstaltungen sowie Aus- und Weiterbildungen zu Themen rund um die Energie.

Die Arbeitsgruppe (AG) Energie des Gemeindeverbands Zurzibiet Regio lud deshalb die für die Region Zurzibiet zuständige Fachperson Corina Schick ein, die Gemeindeberatung vorzustellen.

Einleitend gab Marcel Elsässer, Leiter der AG Energie bekannt, dass diese nun zwei neue Mitglieder aufweise. Armin Keller vertritt neu den Raum Kirchspiel und Gerhard Hauser ist neu für das linke Aaretal zuständig. Die AG Energie erfuhr zudem eine Aufwertung, da sie künftig als ständiger Gast an die Abgeordnetenversammlungen von Zurzibiet Regio eingeladen ist.

Enorme Unterschiede

Heutige Gemeindegebäude haben einen unterschiedlichen Energieverbrauch. Analysen zeigen das Sparpotenzial auf. Anhand der Gemeinde Lengnau zeigte Marcel Elsässer auf, wie gross die Unterschiede beim Energieverbrauch bei einzelnen Gebäuden sein können. Das schlechteste Gebäude benötigt neun Mal mehr Energie pro Quadratmeter als das beste Gemeindegebäude. Bereits einfache kostengünstige Massnahmen können viel bringen.

Wie sieht es bei anderen Gemeinden aus? Wie kann die Beratungsstelle des Kantons helfen? Corina Schick, Energieberatung für Gemeindeliegenschaften, gab Einblick in ihre Arbeit, die sie im Kanton seit rund zwei Monaten ausübt. Ziel sei die Steigerung der Energieeffizienz und des Anteils der erneuerbaren Energien bei den gemeindeeigenen Liegenschaften.

Als Beitrag zur Energiewende und zur Nachhaltigkeit für die künftigen Generationen. Dabei möchte Schick mit ihrer Beratung den Gemeinden Arbeit abnehmen. Die Erstberatung erfolge in einem Energie-Dialog mit einem Schlussbericht. Dieser Service sei für die Gemeinden kostenlos. Eine Zustandsanalyse stehe oft am Anfang. Beleuchtet werde vieles: Von der Gebäudehülle bis zur Gebäudetechnik (z. B. Lüftung). Geschätzt werden auch die Investitionskosten.

Projekt lanciert

Gemeinden haben eine Vorbildfunktion mit ihrer Bewirtschaftung der eigenen Liegenschaften. Deshalb empfiehlt Schick eine Priorisierung des Anliegens. Diesem Gedanken folgend hat die AG Energie bereits im letzten Jahr ihr Projekt «Gemeindeunterstützung» lanciert. Gemeinden sollen energiepolitische Handlungsspielräume verstärken. Ende 2018 sollten 80 Prozent eine Energiekommission erhalten. An einer entsprechenden Umfrage bei den Zurzibieter Gemeinden nahmen alle teil. Erste Folgegespräche konnten bereits durchgeführt werden, so vor allem in Leuggern. Ein weiterer Gesprächsplan besteht bereits für die Gemeinden Klingnau, Mandach, Baldingen, und Siglistorf. (AZ)