Rietheim
Gemeindeammann lobt den Mut vom neuen Gemeindeschreiber

Simon Hauenstein ist der neue Gemeindeschreiber von Rietheim. Am Montag hat ihn Gemeindeammann Beat Rudolf offiziell in die Pflicht genommen. Auf eine lockere Runde durch das Dorf folgte ein strenges Einführungsprogramm.

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Ammann Rudolf (r.) begrüsst Gemeindeschreiber Simon Hauenstein.

Ammann Rudolf (r.) begrüsst Gemeindeschreiber Simon Hauenstein.

Thomas Bucher

Der 23-jährige Tegerfelder Simon Hauenstein tritt an die Stelle des 30-jährigen Simon Knecht, der seit Anfang 2011 die Gemeindekanzlei geführt hatte. Gemeindeammann Beat Rudolf lobte den 23-Jährigen für seinen Mut, in einer kleinen Kommune wie Rietheim künftig die Kanzlei mit grosser Eigenverantwortung zu führen: «Viele junge Leute bilden sich zwar heute weiter, aber Verantwortung übernehmen: Das möchten viele nicht», so Rudolf, Ammann der 770-Seelen-Gemeinde, an der Amtseinführung Hauensteins.

Beat Rudolf richtete sich mit einer Prise Humor an Hauenstein, der schon in weitaus grösseren Gemeindeverwaltungen gearbeitet hatte: «Hier kannst du Dich nicht hinter den anderen Verwaltungsangestellten verstecken», sagte Rudolf im Hinweis darauf, dass Rietheim eine kleine Kanzlei hat. Hauenstein wird von einer Praktikantin im Tagesgeschäft unterstützt.

Hauenstein tritt seine neue Aufgabe zuversichtlich an. Er absolvierte eine Verwaltungslehre in Bad Zurzach. Nach einem kurzen Abstecher ins Tourismusbüro zog es Hauenstein wieder zurück in die Verwaltung: ins Stadtbüro Baden und zuletzt als stellvertretender Gemeindeschreiber in Endingen sowie Gemeindeschreiber in Unterendingen. Dort war er in die Vorarbeiten der Gemeindefusion per 2014 involviert. «Meine Zeit im Tourismus nutzte ich als Weiterbildung. Vor allem im Bereich Standortmarketing profitierte ich», sagte Hauenstein. Derzeit kommt er kaum zu seinen sportlichen Hobbys, Squash und Krafttraining. Er lernt für den Spezialkurs Gemeindeschreiber, den er zufälligerweise gemeinsam mit seinem Vorgänger besucht.

Der erste Arbeitstag von Simon Hauenstein hat zwar relativ locker mit einer Rundfahrt durchs Dorf begonnen. Umso intensiver wird das Einführungsprogramm in den kommenden zwei Wochen – solange sein Vorgänger noch vor Ort ist: Spätestens am letzten Arbeitstag von Simon Knecht wird Simon Hauenstein alle Geschäfte übernommen haben müssen.

Für Hauenstein steht der «Service public» an erster Stelle: «Der Kontakt zu den Einwohnern ist mir wichtig. Gerade in Rietheim ist man näher bei den Menschen als zum Beispiel in der Stadt Baden.» (TBU)

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