Klingnau
Gefürchige Räbehegel diesmal ganz lieb: Sie verteilen Zuckerweggli

Am Dienstagmorgen hatten die Klingnauer Kinder einen guten Grund, der Schule für rund zwei Stunden fernzubleiben: Sie erhielten von den Räbehegeln dabei einen Fasnachts-Znüni - und liessen den alten Brauch des Weggliverteilens aufleben.

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Die beiden eigentlichen Räbehegel - César und Lukas Roth - werden von den beiden jungen Räbehegeln Gilles und Kimo unterstützt.
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Alter Brauch: Klingnauer Kinder erhalten Weggli
Nur die Kinder, die zuvor am Gottesdienst teilgenommen haben, erhalten ein Zuckerweggli. Danach gehts in die Schule.
Nach dem Weggliverteilen geben Stadtmusik und einige Städtlifäger einen närrisches Ständchen.
Die Kinder haben sich verkleidet - und gehen nach dem Ständchen so zurück in die Schule.

Die beiden eigentlichen Räbehegel - César und Lukas Roth - werden von den beiden jungen Räbehegeln Gilles und Kimo unterstützt.

Philipp Zimmermann

Als die Räbehegel am Schmutzigen Donnerstag die Schulkinder aus den Klassenzimmern trieben, sahen sie mit ihren Holzmasken und Peitschen nicht nur gefürchig aus – einige Kinder hatten auch gehörigen Respekt, und manche sogar etwas Angst vor ihnen. Es sollen dem Aufkreuzen der Hegel sogar ein paar Tränchen geflossen sein.

Am Dienstagmorgen zeigten sich die beiden Räbehegel dagegen von ihrer netten Seite: Beim traditionellen Brauch des Weggliverteilens reichten sie den Schulkindern auf dem Kirchplatz im Städtli Zuckerweggli, und dabei trugen sie weder ihre Masken noch liessen sie ihre Geisseln knallen.

Unterstützt wurden sie von den beiden Kinder-Räbehegeln, die mit ihnen auch den Fasnachtsumzug am Dienstagnachmittag anführen werden. Zuvor hatten die Kinder den für alle offenen und kurzweiligen Fasnachtsgottesdienst in der Stadtkirche besucht.

Danach spielten die Klingnauer Stadtmusik und Städtlifäger ein Ständchen. Die Kinder und einige ältere Narren sorgten mit einer Polonaise für fasnächtliche Stimmung. Dann mussten die Kinder für den Rest des Morgens in die Schule. (pz)