Geduld ist nötig: Kanton ersetzt Surbbrücke

Die Baustelle führt in Endingen zu Stau – und erschwert die Zufahrt zu den Läden.

Stefanie Garcia Lainez
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Bis im Herbst wird der Verkehr über eine Hilfsbrücke (l.) geführt.

Bis im Herbst wird der Verkehr über eine Hilfsbrücke (l.) geführt.

Bild: sga

Das Endinger Gewerbe hat es nicht leicht. Nach dem Lockdown erschweren die Bauarbeiten für die neue Surbbrücke die Zufahrt zu den Parkplätzen der Geschäfte direkt an der Hauptstrasse. Der Grund: Da der Verkehr aufgrund der engen Platzverhältnisse nur einspurig über die Hilfsbrücke an der Baustelle beim Dorfausgang in Richtung Unterendingen vorbeigeführt werden kann, stauen sich die Autos und Lastwagen vor den Lichtsignalen im Dorf.

Das Gewerbe hätte sich gewünscht, dass der Verkehr zumindest von Lengnau herkommend ausserhalb des Dorfes angehalten wird. Das sei aber aufgrund der Verkehrssicherheit nicht möglich, sagt David Probst, Projektleiter Brückenbau beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Probst appelliert aber an die Autofahrer, die Zufahrten und Parkplätze der Läden möglichst freizuhalten.

Bis Mitte November müssen sich Gewerbler und Pendler noch gedulden. Bis dann wird die 1951 erstellte, 19 Meter lange Surbbrücke durch eine neue ersetzt – und die Route für die 480 Tonnen schweren Ausnahmetransporte im Kanton Aargau somit vollständig. Bisher habe die Brücke nur zehn Tonnen pro Achse tragen können, neu werden es dreimal so viel sein, sagt Probst. «Die bereits abgebrochene Endinger Surbbrücke war das letzte Objekt, das die Lasten nicht tragen konnte.»

Zurzeit laufen die Arbeiten an den Fundamenten und den sogenannten Widerlagern auf beiden Seiten der Brückenkonstruktion, auf welche die Brückenplatte zu liegen kommt. «Damit die Bauarbeiten im Trockenen ausgeführt werden können, wurde ein sogenannter Kasten mit Spundwänden in der Surb gebaut», erklärt Probst. Die Brückenplatte wird direkt vor Ort erstellt, nicht wie beispielsweise die SBB-Brücke in Bad Zurzach, die vorfabriziert und am vergangenen Wochenende als Ganzes eingesetzt wurde (die AZ berichtete). Kostenpunkt: 2,65 Millionen Franken für den Brückenersatz, die Strassenbauarbeiten und der möglichst naturnahe Gewässerausbau in der Surb.