Gastspiel im Rebstock beendet

Der Wirt des Klingnauer Restaurants kehrt nach Basel zurück. Nachfolger könnte schon bald eröffnen.

Philipp Zimmermann
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Die Coronakrise hat den Pächterwechsel im Rebstock im Klingnauer Städtchen beschleunigt.

Die Coronakrise hat den Pächterwechsel im Rebstock im Klingnauer Städtchen beschleunigt.

Bild: pz

Das Ende kam abrupt: Der Rebstock musste wie alle anderen Restaurants in der Schweiz mit Beginn der Coronakrise schliessen. Wer nun ins Traditionslokal im Klingnauer Städtchen blickt, stellte fest: Das Lokal steht leer.

Ende Februar war der Rebstock wieder zur Pacht ausgeschrieben. Wirt Ali Onurlu bestätigte der Aargauer Zeitung, dass er einen Nachfolger sucht – und das nach nur zwei Monaten. Nun steht fest, dass er seine Zelte an der Schattengasse 31 definitiv abbricht. Die Coronakrise hat dies beschleunigt. «Das Mietverhältnis ist aufgelöst», sagt Sonia Flury von der Immostage GmbH aus Wettingen, die das Lokal bewirtschaftet.

Ständiges Pendeln war zu aufwendig

«Ich blieb in Basel wohnen», erklärt Onurlu. «Das ständige Pendeln war nichts für mich.» Aus Basel, wo er aufgewachsen ist, wollte er nicht wegziehen. Trotz der kurzen Zeit will er die Zeit in Klingnau nicht missen. «Es hat mir im Städtchen gut gefallen. Und ich habe wertvolle Erfahrungen gesammelt.»

Der Rebstock war für den Wirt eine Premiere. Er hatte sich damit, zusammen mit seiner Lebensgefährtin, einen Traum erfüllt. «Zero Six» nannte er sein Burger-Restaurant mit Shishabar, in Anspielung auf seinen Geburtsort Ankara und sein Autokennzeichen die Ziffern «06» aufweist. Onurlu hatte mit einem halben Jahr Anlaufzeit gerechnet, bis das Geschäft ins Rollen kommt. Insofern sei er zufrieden, sein erstes Wirtekapitel «mit einer schwarzen Null» abzuschliessen.

Neuer Pächter in Aussicht

Im «Rebstock» könnte noch in diesem Jahr neues Leben einziehen. «Es geht weiter», sagt Sonia Flury und versprüht Optimismus. Das Gasthaus mit seinem Charme komme bei den Interessenten gut an. Noch ist zwar kein Vertrag unterschrieben. Doch Flury spricht von einem «ernsthaftem Interesse». Sie sagt, dass ein neuer Pächter bereits im Herbst einziehen könnte – falls dies die Situation um das Coronavirus zulässt.