Koblenz
Für Einkauftouristen und Pendler gehts dank neuem Zollhaus jetzt schneller

Beim stark frequentierten Grenzübergang Koblenz AG ist am Freitag ein neues Zollgebäude in Betrieb genommen worden. Der Neubau erleichtert die Zollabfertigung und den Grenzübertritt für Reisende.

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Täglich benutzen durchschnittlich über 15 000 Fahrzeuge den Grenzübergang bei Koblenz.

Täglich benutzen durchschnittlich über 15 000 Fahrzeuge den Grenzübergang bei Koblenz.

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Täglich passieren durchschnittlich 15'000 Personenfahrzeuge und 1000 Lastwagen den am Rhein liegenden Grenzübergang Koblenz-Waldshut. Das hohe Verkehrsaufkommen und die Verkehrssituation führen regelmässig zu Staus und Wartezeiten.

Rund ein Jahr betrug die Bauzeit für den neuen Grenzwachtposten. Das neue Gebäude ist nach modernsten Energie-Standards ausgestattet. Eine grosse Garage bietet Platz für die Kontrolle von Fahrzeugen und erleichtert somit die Zollabfertigung für Reisende.

«Die Situation bei der alten Zollanlage war in verschiedener Hinsicht prekär», sagt Patrick Gantenbein, Mediensprecher der Grenzwachtregion I. Es habe ein geeigneter Platz für die Kontrolle von Fahrzeugen gefehlt. «Und vor allem bei Regen gab es Schwierigkeiten. Beim alten Gebäude fehlte ein entsprechend grosses Vordach, und wenn die Grenzwächter Waren, Pässe und Fahrausweise kontrollierten, wurden diese manchmal nass.»

Das neue Gebäude erleichtere die Zollabfertigung und den Grenzübertritt, teilte die Grenzwachtregion I am Freitag mit. Dank einer neuen Verkehrsführung würden Fahrzeuge den Grenzübergang ab Ende 2014 noch schneller passieren können, da es künftig keine Linksabbieger mehr in Fahrtrichtung Zurzach AG gebe.

Wie eine Studie ergeben hat, entfallen 31 Prozent der Fahrten über den Grenzübergang Koblenz-Waldshut auf deutsche Berufspendler. Diese haben ihren Arbeitsplatz vor allem zwischen Koblenz und Baden. Teilweise liegen die Arbeitsplätze aber auch weiter entfernt in Lenzburg, Aarau oder im Kanton Zürich.

Am meisten Verkehr verursacht mit 37 Prozent der Einkaufstourismus nach Deutschland. Bereits ab morgens um 10 Uhr herrscht reger Einkaufsverkehr, vor allem ins benachbarte Waldshut-Tiengen. Ab 15 Uhr beginnt der Rückreiseverkehr Richtung Schweiz. In Spitzenzeiten passieren rund 350 «Einkaufsfahrzeuge» den Grenzübergang. (sda/rom)