Würenlingen
Flammen schiessen aus Kohlesilo – Feuerwehr stundenlang im Einsatz

In einem Kohlesilo in Würenlingen ist am Montag ein Brand ausgebrochen. Das Feuer griff auf das Silogebäude über. Die Feuerwehr steht seit Stunden im Dauereinsatz. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr.

Merken
Drucken
Teilen
Brand im Kohlesilo der Holcim im Siggenthal Station
3 Bilder
In diesem Kohlesilo brach der Glimmbrand aus.
Rot markiert das Kohlesilo, in dem es zum Glimmbrand kam.

Brand im Kohlesilo der Holcim im Siggenthal Station

Kapo AG

Wie es zum Glimmbrand im Kohlesilo des Holcim am Montag kam, ist noch unklar. Das teilt die Kantonspolizei am frühen Dienstagmorgen mit.

Die Entleerung des Silos wurde am Montag eingeleitet, damit die Einsatzkräfte an den Herd des Glimmbrands gelangen können. Während dieses langwierigen Unterfangens habe die grosse Hitze im Silo am Nachmittag plötzlich zu einem offenen Brand geführt, so die Polizei. «Dieser griff auf die Fassade des Silos über.»

Mehrere Feuerwehren im Einsatz

Die betriebseigene Feuerwehr, weitere Betriebsfeuerwehren der Umgebung sowie die Feuerwehren Würenlingen und Baden hätten die Flammen zwar löschen, jedoch nicht zum Glimmbrand vordringen können.

Die Löschkräfte mussten sich dann darauf beschränken, das Silo mit Wasser zu kühlen. «So steht die Feuerwehr seit gestern durchgehend im Einsatz», schreibt die Kantonspolizei.

Das Entleeren des Silos dauere an. Sobald die Löscharbeiten abgeschlossen sind, werde die Kantonspolizei ihre eigentlichen Brandermittlungen aufnehmen.

Schwierige Löscharbeiten

Das über 40 Meter hohe Silo befindet sich auf dem Gelände der Firma Holcim an der Industriestrasse in Würenlingen. Der Speicher war mit rund 180 Tonnen Feinkohle gefüllt, die für eine Filteranlage verwendet wird. Joe Habermacher, Präsident des Aargauer Feuerwehrverbands, erklärt: «Bei einem derart hohen Silo mit so viel Kohle sind die Löscharbeiten immer schwierig.» So müsse einerseits die verbliebene Kohle aus dem Silo entfernt werden, andererseits müssten die Feuerwehrleute darauf achten, dass möglichst wenig Sauerstoff zum Brandherd gelange.

Keine Gefahr für Bevölkerung

Für die Bevölkerung in der Umgebung besteht laut Andreas Senn, Gemeindeschreiber von Würenlingen, keine Gefahr. «Wir stehen seit gestern Abend in ständigem Kontakt mit Holcim, die Verantwortlichen haben uns versichert, dass die Luftbelastung unbedenklich ist», sagt Senn. Auch die Bevölkerung ist offenbar nicht beunruhigt: «Bei der Gemeindekanzlei haben sich keine Einwohner gemeldet», erklärt Senn. (fha/pz)